Goldsorten: Barren und Münzen

Welche Gold-Sorten gibt es? Von Nummern, Farben, Karat & Co.

Nummern, Legierungen und die Antwort auf die Frage: In welches Gold soll ich investieren?

„Gold ist Gold“ denken sich wahrscheinlich viele Menschen. Doch was ist Gold eigentlich? Ist Gold wirklich immer gleich oder gibt es verschiedene Sorten von Gold? Was hat es mit dem Begriff „Karat“ genau auf sich? Und: In welche Goldart sollte man idealerweise investieren? Fragen über Fragen, deren Antworten wir in diesem Beitrag auf den Grund gehen.

Punkt 1

Was ist Gold?

Bei Gold handelt es sich schlicht und einfach um ein chemisches Element, das zu der Gruppe der Edelmetalle gehört. Der lateinische Begriff für Gold lautet „Aurum“, deshalb wird es in der Chemie auch mit dem Elementsymbol „Au“ abgekürzt.

Die Besonderheit von Gold ist vor allem, dass es so selten auf unserem Planeten vorkommt. Die Menschen fasziniert es seit Jahrtausenden vor allem aufgrund seines Glanzes, seiner Schwere und gleichzeitig seiner einfachen Möglichkeit zur Weiterverarbeitung.

Weniger als gedacht: die weltweite Goldmenge

Der globale Goldwürfel

goldwuerfel diamanten g 1000

Kantenlänge weltweiter Goldwürfel: 21,80 Meter

  • Im Jahre 2020 beträgt das Gewicht alles jemals geförderten Goldes zusammen knapp 198.000 Tonnen. Das ist natürlich nur eine Schätzung.
  • 19,3 Tonnen Gold haben ein Volumen von 1 m3. 198.000 Tonnen entsprechend ein Volumen von 10.259 m3.
  • 10.259 m3 entspricht dem Volumen eines Würfels mit gleichlangen Kanten der Länge 21,80 Meter (3. Wurzel aus 10.259).

Stellen Sie sich also einen gelben Betonklotz von gut 20 Meter Höhe und Breite vor. So viel Gold findet sich unter uns Menschen auf der ganzen Welt. Irgendwie überschaubar, nicht wahr?

Die weltweite Verteilung des Goldes

  • Die weltgrößten Goldbestände besitzen die USA (im Jahr 2020 gut 8.000 Tonnen), gefolgt von Deutschland (rund 3.300 Tonnen) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF, rund 2.800 Tonnen).
  • Im Jahr 2010 befanden sich circa 4.000 Tonnen Gold in Form von physischem Gold (Barren, Münzen ...) im Besitz deutscher Privatpersonen.
  • Der größte Teil des Goldes der USA lagert im Keller der Federal Reserve Bank of New York in Manhattan. Dort findet sich das mit 550.000 Barren größte Goldlager der Welt.
  • Die weltweit in allen Banken zusammen gelagerte Goldmenge beläuft sich momentan auf ungefähr 30.000 Tonnen. Dieser Wert war zu Zeiten des Goldstandards schon höher.
  • Klar ist: Die bei weitem größten Goldbestände befinden sich in privatem Besitz. Es wird geschätzt, dass allein in Indien etwa 20.000 Tonnen Gold in privatem Vermögen sind.

Verwendung des Goldes

Global werden 70 % des Goldes durch Juweliere verarbeitet, 11 % werden in Industrie, vor allem in der Elektronik, und Medizin, insbesondere in der Zahnheilkunde, verbraucht und 13 % werden durch Banken und Privatanleger für monetäre Zwecke in Form von Münzen und Barren verwendet.

Aus Fundstücken und Überlieferungen lässt sich erschließen, dass die Ägypter und die Maya die ersten waren, die die Besonderheit von Gold erkannt haben. Die Ägypter verwendeten es deshalb auch zur Herstellung von Schmuckstücken und als Grabbeilage.

Zum ersten Mal als Zahlungsmittel kam es im 6. Jahrhundert vor Christus in Form von Goldmünzen zum Einsatz. Bis vor wenigen Jahrzehnten basierten die meisten Währungen auf den aktuellen Wert von Gold. Verantwortlich dafür war der sogenannte „Goldstandard“, bei dem eine Währungseinheit durch den Wert einer feststehenden Menge von Feingold definiert wurde. Seit 1973 ist der Goldstandard aber beispielsweise beim US-Dollar aufgehoben.

Der Goldpreis von 1344 bis 1999 - inflationsbereinigt:

Historico ouro

Man kann (scheinbar) einen langjährigen mittleren Goldpreis von rund 430 $ (in Preisen von 1999) aus der Graphik entnehmen.

 

Goldpreis in US-Dollar pro Feinunze 1968–2011 (real und nominal, Juli 2011):

goldpreis 1968 2011

Details und Erläuterungen zu einzelnen Zeitpunkten im Beitrag zur Gold Entwicklung.


Tendenz: aufwärts. Aktuelle Goldpreise unter goldankauf-ge.de/preise

 Punkt 2

Welche Gold-Nummern gibt es? Was bedeuten die Zahlen?

In Schmuckstücken aus Gold befinden sich oft Ziffern, die mit einer Punze eingehämmert wurden. Diese Ziffern sollen vor allem ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass der Schmuck echt ist. Sie haben allerdings international nicht überall die gleiche Bedeutung.

In den englischsprachigen Ländern ist meistens der Goldanteil in Karat angegeben. In unseren Breitengraden sind hingegen drei Ziffern populär, die im Grunde genommen aber die gleiche Aussagekraft haben. Denn auch dahinter versteckt sich die entsprechende Karat-Zahl.

Zu den häufigsten Zahlen zählen

  • die 333 (8 Karat),
  • die 585 (14 Karat) sowie
  • die 999 (24 Karat).

Letztere Zahl findet sich jedoch kaum auf Schmuckstücken, sondern lediglich auf Goldbarren oder Goldmünzen. Denn bei 24 Karat bzw. 999 handelt es sich um nahezu reines Gold, das allerdings zu weich ist, um es zu Schmuckstücken zu verarbeiten. Mehr dazu im nächsten Punkt.

Die Stempel bieten keine Garantie dafür, dass das Schmuckstück tatsächlich echt ist. Denn wie in vielen anderen Branchen versuchen sich Betrüger auch in diesem Business, sich eine sprichwörtlich „goldene Nase“ zu verdienen. Im Zweifelsfall sollte also ein Experte aufgesucht werden, der über die entsprechenden Mittel verfügt, um den Wert und die Echtheit eines Schmuckstücks genau festzustellen.

Punkt 3

Was steckt hinter dem Begriff „Karat“?

Bei Karat handelt es sich um einen traditionellen Begriff, durch den der Goldanteil in Schmuckstücken angegeben wird. Die gängigen Abkürzungen dafür lauten „kt“ oder „C“.

Der Wert wird in 24tel Gewichtsanteilen angegeben.

Ein Karat bedeutet also beispielsweise einen Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts.

In Prozenten angeben liegt der Goldanteil in diesem Fall bei etwa 4,167 %.

  • Demnach handelt es sich bei 24 Karat um reines Gold.
  • Bei 8 Karat Gold beträgt der Goldanteil beispielsweise ein Drittel des Gesamtgewichts.

Der Goldanteil wird aber in vielen Fällen, vor allem bei Goldmünzen und Goldbarren, nicht in Karat, sondern in Form des Feingehalts angegeben. Dieser Wert bezeichnet den Anteil von Gold in Promille vom Gesamtgewicht. Nun wird auch klar, was die drei Ziffern auf den Schmuckstücken genau bedeuten, nämlich eben jenen Feingehalt.

  • 750er-Gold enthält demnach einen Goldanteil von 75 Prozent und entspricht umgerechnet 18 Karat.

Punkt 4

Hat Gold immer die gleiche Farbe?

Grundsätzlich hat Gold zwar als Edelmetall immer die gleiche Farbe. In der Natur hat es eine sehr intensive gelbe Farbe, die ein wenig Richtung Orange tendiert.

Wenn das Gold jedoch mit anderen Metallen legiert wird, kann sich die Farbe je nach Art und Menge des zugesetzten Materials entsprechend verändern. So wird in der Praxis zwischen neun unterschiedlichen Goldtönen unterschieden. Dabei handelt es sich zunächst um die drei Hauptfarben, die mit Abstand am öftesten vorkommen:

  • Gelbgold
  • Weißgold
  • Rotgold

Zu den weiteren sechs Goldfarben zählen:

  • Rosa Gold
  • Grünes Gold
  • Goldgrau
  • Lila Gold
  • Blaues Gold
  • Schwarzes Gold

Punkt 5

Warum gibt es Goldbarren?

Die Barrenform sorgt für eine gute Handhabbarkeit des Materials. Darüber hinaus lässt sich Gold in dieser Form sehr gut transportieren und auch in großen Mengen platzsparend lagern.

Goldbarren sind in unterschiedlichen Größen von einem Gramm bis zu 400 Unzen (Abkürzung: oz) erhältlich.

Die Maßeinheit Unze leitet sich vom lateinischen Begriff „Uncia“ ab, der wörtlich übersetzt „Ein Zwölftel“ bedeutet. Bezogen war dieser Anteil auf die Libra, einer römischen Maßeinheit für Gewicht. Heutzutage hat eine Feinunze ein Gewicht von etwa 31,1 Gramm. Der Wert bezieht sich jedoch nur auf den enthaltenen Edelmetallanteil.

Goldbarren wurden bereits vor rund 2.000 Jahren im Mittelmeerraum als Handelsware für Tauschgeschäfte eingesetzt. Die meisten Barren lagern heute in den Tresoren der Zentralbanken und dienen dort als Währungsreserve zur Sicherung der internationalen Zahlungsfähigkeit einer Wirtschaftseinheit.

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Bis zu einem Gewicht von 100 Gramm werden die Goldbarren meistens geprägt, ab einem Gewicht von 250 Gramm hingegen gegossen. Die handelsüblichen Gewichte von geprägten Goldbarren sind:

  • 1 Gramm
  • 5 Gramm
  • 10 Gramm
  • 20 Gramm
  • 50 Gramm
  • 100 Gramm

Die populärsten gegossenen Goldbarren haben folgende Gewichte:

  • 250 Gramm
  • 500 Gramm
  • 1000 Gramm

In den letzten Jahren tauchen wieder verstärkt Fälschungen von Goldbarren auf. Einige Hersteller haben deshalb bestimmte Sicherheitsmerkmale entwickelt. Vor allem beim Kauf in Online-Auktionshäusern, auf Autobahn-Raststätten oder in sonstigen untypischen Läden ist jedoch Vorsicht beim Kauf geboten. Im Zweifelsfall lohnt sich der Weg zum Fachhändler.

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Immer kurioser wird der Handel mit Gold – nicht nur, dass der Goldpreis in den letzten Jahren exorbitant in die Höhe geschnellt ist und dadurch der Bezug zu Gold, also dem echten Edelmetall, dem Endverbraucher bewusster wurde. Auch der Nährboden für Betrügereien auf dem Schwarzmarkt wächst weiter an, rund um den Gedanken, dass das Interesse in Gold zu investieren steigt.

So ist vielen wahrscheinlich die folgende Situation bekannt:

Beitrag: Wo sollte man Gold kaufen?

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Wo Gold kaufen: Zuverlässige Bezugsquellen mit seriöser Abrechnung

Wer Gold als Geldanlage kaufen möchte, sollte klug vorgehen und sich zuerst eingehend informieren. Ganz prinzipiell haben Sie die Wahl zwischen Barren, Goldmünzen oder Gold-Wertpapieren. Dann müssen Sie aber aus einer Vielzahl von Gold-Verkaufsstellen die passende auswählen. Goldkauf ist online oder Vor-Ort sicher möglich.

Hier erfahren Sie, wo Sie am besten Gold kaufen, welches Gold (Münzen, Barren ...) welche Vor- und Nachteile hat und worauf Sie noch beim Goldkauf und dessen Aufbewahrung achten sollten.

Punkt 6

Ist eine Investition in Goldmünzen sinnvoll?

Wenn es ausschließlich um die Rendite geht, eignen sich Goldbarren am besten für das Portfolio, weil der Preis hier dem Materialwert am nächsten kommt.

Doch schöne Münzen üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Deshalb investieren sie ihr Geld lieber in diese Form des Goldes. Wichtig zu wissen ist dabei, dass bei den Münzen zwischen

  • Anlegermünzen, die auch als Bullion- oder Barrenmünzen bezeichnet werden, und
  • Sammlermünzen

unterschieden wird.

Beim Kauf und Verkauf von Anlegermünzen ist primär der Goldpreis ausschlaggebend.

Achtung!

Bei den Sammlerstücken werden die Münzen jedoch teilweise weit über dem jeweiligen Materialwert gehandelt.

Münzen sind vor allem deshalb eine sinnvolle Alternative zu Goldbarren, weil sie sehr fälschungssicher sind. International bekannte Münzen wie

  • der Maple Leaf,
  • Britannia,
  • Philharmoniker oder
  • der Krügerrand

sind mit eingeprägten Motiven ausgestattet, die sich von Fälschern nur schwer nachahmen lassen.

Unter welchen Bedingungen genau Goldbarren den Goldmünzen vorzuziehen sind und in welcher Form jeweils investiert werden sollte wird im folgenden Beitrag behandelt:

Geldanlage in Gold: Goldmünzen oder Barren?

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Viele Anleger investieren dieser Tage einen erklecklichen Anteil ihres Ersparten in Gold. Neben der Anlage in Gold-ETFs, Gold-Zertifikaten und anderen, eher „virtuellen“ Goldanlagemöglichkeiten, kann der Spargroschen auch in greifbares Gold umgewandelt werden. Doch in welcher Form? Soll ich mehrere kleine Goldmünzen wählen oder lieber gleich einen ganzen Barren kaufen? Beide Varianten besitzen Vor- und Nachteile.

Punkt 7

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