Hausfinanzierung: Was Sie vor Kauf oder Bau beachten sollten

Ein eigenes Haus ist für viele Menschen mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist Sicherheit, Freiheit, Altersvorsorge, Familienprojekt – und oft die größte finanzielle Entscheidung des Lebens. Genau deshalb sollte eine Hausfinanzierung nicht zwischen Tür und Angel geplant werden. Wer hier zu schnell unterschreibt, zahlt unter Umständen jahrzehntelang für Fehler, die sich mit etwas Vorbereitung hätten vermeiden lassen.

Die gute Nachricht: Eine Bau- oder Immobilienfinanzierung ist kein Hexenwerk. Sie folgt klaren Regeln. Entscheidend ist, nicht nur auf den Kaufpreis oder die monatliche Rate zu schauen, sondern auf das große Ganze: Eigenkapital, Nebenkosten, Tilgung, Zinsbindung, Rücklagen, Förderungen und Anschlussfinanzierung.

Dieser Artikel zeigt, worauf es bei der Hausfinanzierung wirklich ankommt – praktisch, kritisch und verständlich.

Hausfinanzierung Symbolbild

Kurz zusammengefasst

  • Eigenkapital
    Eine solide Hausfinanzierung beginnt mit einem ehrlichen Kassensturz. Eigenkapital senkt das Finanzierungsrisiko, verbessert oft die Kreditkonditionen und sollte idealerweise mindestens die Kaufnebenkosten abdecken.
  • Annuitätendarlehen
    Das Annuitätendarlehen ist die klassische Form der Baufinanzierung. Die monatliche Rate bleibt während der Sollzinsbindung gleich, während der Zinsanteil sinkt und der Tilgungsanteil nach und nach steigt.
  • Gesamtkosten statt Kaufpreis
    Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Wahrheit. In den Finanzierungsplan gehören auch Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler, Modernisierung, Umzug, Außenanlagen, Küche und Rücklagen.
  • Nebenkosten
    Die Erwerbsnebenkosten können je nach Bundesland und Maklersituation schnell einen fünfstelligen Betrag ausmachen. Wer sie nicht aus Eigenkapital zahlen kann, startet mit einer deutlich angespannteren Finanzierung.
  • Monatsrate
    Die passende Monatsrate ist nicht die höchstmögliche, sondern die dauerhaft tragbare. Sie muss neben Alltag, Versicherungen, Reparaturen, Rücklagen und möglichen Einkommensänderungen bestehen können.
  • Tilgung
    Eine zu niedrige Tilgung macht die Rate angenehmer, verlängert aber die Schuldenlast. Entscheidend ist nicht nur, ob die Immobilie gekauft werden kann, sondern ob sie in einem vernünftigen Zeitraum entschuldet wird.
  • Sollzinsbindung
    Eine lange Sollzinsbindung bringt Planungssicherheit, kostet aber oft etwas mehr. Eine kurze Bindung kann günstiger sein, erhöht jedoch das Risiko einer teureren Anschlussfinanzierung.
  • Sondertilgung
    Sondertilgungen schaffen Flexibilität und können die Restschuld deutlich senken. Sie sollten schriftlich im Darlehensvertrag vereinbart werden, weil spätere Nachverhandlungen schwierig sein können.
  • Förderungen
    Staatliche Förderungen können die Finanzierung verbessern, ersetzen aber keine tragfähige Grundplanung. Förderprogramme sollten früh geprüft werden, weil viele Anträge vor Kauf, Bau oder Sanierung gestellt werden müssen.
  • Anschlussfinanzierung
    Die Finanzierung endet nicht mit der ersten Zinsbindung. Wer sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmert, kann Angebote vergleichen, Zinssicherheit gewinnen und teure Spätentscheidungen vermeiden.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Hausfinanzierung beginnt nicht bei der Bank, sondern beim eigenen Kassensturz

Bevor Angebote verglichen werden, sollte eine ehrliche Bestandsaufnahme stehen. Wie viel Geld ist wirklich vorhanden? Welche Einnahmen sind sicher? Welche Ausgaben bleiben auch nach dem Hauskauf bestehen? Und wie belastbar ist der Haushalt, wenn unerwartete Kosten auftreten?

Zur realistischen Finanzplanung gehören:

  • Nettoeinkommen aller dauerhaft verfügbaren Einkommensquellen
  • bestehende Kredite, Unterhaltsverpflichtungen oder Leasingraten
  • Lebenshaltungskosten
  • Versicherungen
  • Altersvorsorge
  • Rücklagen für Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Reparaturen
  • geplante Ausgaben für Kinder, Auto, Ausbildung oder Pflege von Angehörigen

Ein häufiger Fehler: Die Finanzierung wird so gerechnet, als bliebe das Leben jahrzehntelang gleich. Das tut es selten. Wer heute eine hohe Rate stemmen kann, muss sie vielleicht auch dann noch zahlen, wenn ein Einkommen wegfällt, Elternzeit ansteht oder eine größere Reparatur kommt.

Faustregel: Die monatliche Kreditrate sollte so gewählt werden, dass daneben noch Luft zum Atmen bleibt. Eine Immobilie soll Sicherheit geben – nicht jeden Monat finanzielle Enge erzeugen.

Kreditrechner: Wie viel Kredit kann ich mir leisten?

Kreditrechner maximaler Kreditbetrag
Online-Budgetrechner zur Ermittlung der maximal tragbaren Kreditrate und des möglichen Kreditbetrags.
Meine/unsere Einnahmen
z. B. Mieteinnahmen, selbstständige Tätigkeit, Provisionen, Kindergeld, Kapitalerträge, Renten ...
Meine/unsere Ausgaben
Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser, Müll), ev. Hausgeld, ev. Instandhaltungsrücklagen, ev. Miete (wenn man nicht in eigener Immobilie lebt)
Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Mobilität (Auto, Kfz-Versicherung, Tickets ÖPNV und ähnliches), Telekommunikation (Internet, Handy)
Versicherungsbeiträge (z. B. Haftpflicht, Hausrat, Berufsunfähigkeit), bestehende Kreditraten, Unterhaltsverpflichtungen, Sparverträge, Vereinsbeiträge
Kreditangaben
Der effektive Zinssatz für den geplanten Kredit %
Der Tilgungssatz ist der Prozentsatz, den ein Kreditnehmer jährlich an seinen Kreditgeber zurückzahlt. %
Wird zur Berechnung des maximalen Kaufpreises benötigt
Letzte Angabe
Bitte in Prozentsatz vom Gesamteinkommen (monatliche Nettoeinnahmen plus Nebeneinküfte) angeben. Zur Risikovorsorge wird allgemein empfohlen, einen Puffer von 10–20 % des Gesamteinkommens einzuplanen. %
 
* = notwendig zur Berechnung

Mehr zur optimalen Kredithöhe in folgendem Artikel:

Beitrag: Wie viel Kredit kann ich mir leisten bei welchem Einkommen?

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Hausbau mit dem Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Form der Baufinanzierung. Es ist beliebt, weil es übersichtlich und planbar ist. Die monatliche Rate bleibt während der vereinbarten Sollzinsbindung gleich. Diese Rate besteht aus zwei Teilen: Zins und Tilgung.

Am Anfang ist der Zinsanteil hoch, weil die Restschuld noch hoch ist. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld ein wenig. Dadurch wird der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer. Die Rate bleibt gleich, aber ihre Zusammensetzung verändert sich.

Ein einfaches Beispiel:

  • Darlehenssumme: 300.000 Euro
  • Sollzins: 3,5 %
  • anfängliche Tilgung: 2,0 %
  • jährliche Annuität: 5,5 %
  • monatliche Rate: 1.375 Euro

Die Annuität ergibt sich aus Zins und Tilgung. In diesem Beispiel sind das 5,5 % von 300.000 Euro pro Jahr, also 16.500 Euro jährlich bzw. 1.375 Euro monatlich.

Der Vorteil: Die Finanzierung ist gut kalkulierbar. Der Nachteil: Wer eine niedrige Anfangstilgung wählt, trägt die Schulden sehr lange mit sich herum.

Annuität als Teil des Tilgungsplans

Die Annuität ist nicht nur eine Monatsrate. Sie ist der Kern des Tilgungsplans. Der Tilgungsplan zeigt, wie sich die Restschuld Jahr für Jahr entwickelt und wie hoch die voraussichtliche Restschuld am Ende der Zinsbindung sein wird.

Gerade diese Restschuld wird oft unterschätzt. Viele Käuferinnen und Käufer schauen nur auf die Frage: „Kann ich mir die Monatsrate leisten?“ Mindestens ebenso wichtig ist aber: Wie viel Schulden bleiben nach 10, 15 oder 20 Jahren noch übrig?

Bei niedriger Tilgung kann die Restschuld erschreckend hoch bleiben. Das ist riskant, weil nach Ablauf der Sollzinsbindung eine Anschlussfinanzierung nötig wird. Sind die Zinsen dann höher, kann die neue Rate deutlich steigen.

Deshalb sollte jeder Tilgungsplan drei Fragen beantworten:

  1. Wie hoch ist die monatliche Rate?
  2. Wie hoch ist die Restschuld am Ende der Zinsbindung?
  3. Wie stark würde die Rate steigen, wenn der Anschlusszins höher liegt?

Eine Finanzierung ist erst dann solide, wenn sie auch im ungünstigeren Szenario noch tragbar bleibt.

Eigenkapital für Immobilienerwerb

Eigenkapital ist der finanzielle Sicherheitsgurt beim Immobilienkauf. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto geringer ist das Risiko für Kreditnehmer und Bank. Das kann sich positiv auf den Zinssatz auswirken und verringert die monatliche Belastung.

Zum Eigenkapital zählen zum Beispiel:

  • Sparguthaben
  • Tagesgeld und Festgeld
  • Wertpapiere, sofern sie verkauft werden sollen
  • Bausparguthaben
  • bereits vorhandene Grundstücke
  • Schenkungen oder vorgezogene Erbschaften
  • Eigenleistungen beim Hausbau, sofern realistisch kalkuliert

Häufig wird empfohlen, mindestens die Erwerbsnebenkosten aus Eigenkapital zu zahlen. Besser ist es, zusätzlich einen Teil des Kaufpreises selbst einzubringen. In vielen Fällen gelten etwa 10 bis 20 % Eigenkapital als solide Orientierung. Eine Vollfinanzierung ist zwar möglich, aber teurer und riskanter.

Kritisch zu sehen sind Finanzierungen, bei denen Kaufpreis, Nebenkosten und Modernisierung vollständig über Kredite laufen. Das kann funktionieren, wenn Einkommen und Arbeitsplatz sehr sicher sind. Es bleibt aber eine Finanzierung ohne Puffer. Fällt der Immobilienwert oder muss früh verkauft werden, kann eine Restschuld bleiben.

Achten Sie darauf, dass alle Punkte im Kostenplan enthalten sind

Ein Haus kostet fast immer mehr als die große Zahl im Exposé. Der Kostenplan muss deshalb vollständig sein. Wer zu knapp kalkuliert, muss später nachfinanzieren – und das oft zu schlechteren Konditionen.

In einen realistischen Kostenplan gehören:

  • Kaufpreis oder Baukosten
  • Grundstückskosten
  • Grunderwerbsteuer
  • Notar- und Grundbuchkosten
  • Maklerprovision
  • Bauantrag, Vermessung, Bodengutachten
  • Architekt, Statik, Energieberatung
  • Hausanschlüsse
  • Außenanlagen
  • Garage, Carport, Stellplätze
  • Küche
  • Bodenbeläge, Malerarbeiten, Lampen
  • Umzugskosten
  • neue Möbel
  • Modernisierung und Sanierung
  • Baunebenkosten
  • Versicherungen während der Bauphase
  • Bereitstellungszinsen
  • Reserven für Preissteigerungen

Besonders beim Neubau werden Außenanlagen, Küche, Erdarbeiten oder Hausanschlüsse gern zu niedrig angesetzt. Doch genau diese Posten können schnell fünfstellige Beträge erreichen.

Ein guter Kostenplan ist unangenehm ehrlich. Er rechnet nicht mit Wunschpreisen, sondern mit realistischen Preisen – und enthält einen Sicherheitspuffer.

Beachten Sie die Erwerbsnebenkosten

Die Erwerbsnebenkosten sind beim Immobilienkauf ein großer Block. Sie werden häufig unterschätzt, weil sie nicht im Kaufpreis enthalten sind. Je nach Bundesland und Situation können sie schnell etwa 8 bis 12 % des Kaufpreises ausmachen, manchmal auch mehr.

Typische Erwerbsnebenkosten sind:

  • Grunderwerbsteuer: je nach Bundesland unterschiedlich
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
  • Maklerprovision, falls ein Makler beteiligt ist

Die Grunderwerbsteuer liegt in Deutschland je nach Bundesland derzeit zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten, oft grob um 1,5 bis 2 %. Bei Maklerbeteiligung können weitere mehrere Prozent hinzukommen.

Wichtig: Diese Kosten sind meist kurzfristig fällig. Sie sollten daher nicht nur rechnerisch vorhanden sein, sondern tatsächlich verfügbar.

Details und Berechnungsbeispiele Kaufnebenkosten

Notarkosten

  • Gesetzlich vorgeschrieben für Kaufvertrag, Grundbucheintragung oder eine Eintragung der Grundschuld;
  • Faustregel: Für den Notar werden ca. 1,0 – 1,5 % des Kaufpreises zusätzlich fällig.

Beispielrechnung Immobilie 250.000 € Kaufpreis

Dienstleistung vom Notar Gebühren
Kaufvertrag beurkunden (2,0facher Satz) 1.070 Euro
Betreuungskosten (0,5facher Satz) 267,50 Euro
Zwei Unterschriften beglaubigen (0,2facher Satz, max. 130 Euro pro Unterschrift) 260 Euro
Kaufvollzug (0,5facher Satz) 267,50 Euro
Gesamtkosten
1.865 Euro
Tabelle 1: Beispielrechnung für die Notargebühren beim Kauf eines Hauses mit Kaufpreis 250.000 Euro, Quelle: GNotKG; Alle Angaben ohne Gewähr;

 

Grunderwerbsteuer

  • Faustregel: Die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % des Kaufpreises!

Grundbuchkosten

  • Faustregel: Für das Grundbuchamt werden ungefähr 0,5% des Kaufpreises fällig!

Maklercourtage (falls involviert)

  • Faustregel:  Maklercourtage liegt zwischen 5,95 und 7,14% des Kaufpreises.

Modernisierung (je nach Einzelfall)

Umzugskosten (je nach Einzelfall)

Weitere Erläuterungen und Beispiele zu allen Kostenpunkten im Artikel "Welche Kaufnebenkosten gibt es?".

bauzinsen sichern geldhaus

Berücksichtigen Sie die laufenden Kosten und notwendigen Rücklagen

Mit der Schlüsselübergabe endet die finanzielle Planung nicht. Dann beginnt der Alltag als Eigentümerin oder Eigentümer. Und der kostet.

Zu den laufenden Kosten gehören:

  • Grundsteuer
  • Gebäudeversicherung
  • Strom, Wasser, Abwasser
  • Heizung
  • Müllgebühren
  • Schornsteinfeger
  • Wartung von Heizung, Dach, Fenstern und Technik
  • Internet, Hausstrom, Gartenpflege
  • Rücklagen für Instandhaltung

Bei Eigentumswohnungen kommen Hausgeld und Instandhaltungsrücklage hinzu. Beim eigenen Haus müssen diese Rücklagen selbst organisiert werden.

Als grobe Orientierung kann man jährlich etwa 1 bis 2 % des Gebäudewerts für Instandhaltung einplanen. Bei älteren Gebäuden kann der Bedarf höher liegen. Ein Dach, eine Heizung oder neue Fenster lassen sich nicht aus dem monatlichen Kleingeld bezahlen.

Wer die Finanzierung nur auf Rate und Kaufpreis reduziert, übersieht den zweiten Kreditgeber: das Haus selbst. Es fordert regelmäßig Geld – mal leise, mal sehr laut.

Bereitstellungszinsen im Blick behalten

Bereitstellungszinsen werden fällig, wenn ein zugesagtes Darlehen nicht sofort abgerufen wird. Das betrifft besonders Neubauten, Sanierungen oder Käufe mit späterer Kaufpreiszahlung.

Viele Banken gewähren eine bereitstellungszinsfreie Zeit, zum Beispiel einige Monate. Danach können Bereitstellungszinsen auf den noch nicht abgerufenen Darlehensbetrag anfallen. Bei größeren Summen wird das schnell teuer.

Beispiel:
Sind noch 200.000 Euro nicht abgerufen und die Bank verlangt 0,25 % Bereitstellungszinsen pro Monat, kostet das 500 Euro monatlich – zusätzlich zur eigentlichen Finanzierung.

Deshalb sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden:

  • Ab wann fallen Bereitstellungszinsen an?
  • Wie hoch sind sie pro Monat?
  • Wie realistisch ist der geplante Baufortschritt?
  • Passt die Auszahlung des Darlehens zum Zahlungsplan?
  • Kann eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit vereinbart werden?

Gerade beim Hausbau ist Zeit selten vollständig planbar. Wetter, Handwerker, Genehmigungen und Materiallieferungen können Verzögerungen verursachen. Eine günstige Finanzierung kann durch hohe Bereitstellungszinsen an Attraktivität verlieren.

Rücklagen einplanen

Rücklagen sind kein Luxus. Sie sind Teil einer gesunden Finanzierung. Wer nach dem Kauf kein Geld mehr auf dem Konto hat, lebt gefährlich. Ein defektes Auto, eine kaputte Heizung oder eine hohe Nachzahlung können dann sofort zum Problem werden.

Sinnvoll sind mehrere Arten von Rücklagen:

  • Notgroschen für private Notfälle
  • Instandhaltungsrücklage für die Immobilie
  • Modernisierungsrücklage für geplante Verbesserungen
  • Liquiditätspuffer für unvorhergesehene Mehrkosten beim Bau

Der Notgroschen sollte nicht komplett in den Immobilienkauf fließen. Es ist verlockend, jeden Euro als Eigenkapital einzusetzen, um bessere Konditionen zu bekommen. Aber eine Finanzierung ohne verfügbare Reserve ist empfindlich.

Besser ist eine Balance: genügend Eigenkapital für gute Konditionen, aber genug liquide Mittel für das echte Leben.

Monatsraten in der richtigen Höhe

Die richtige Monatsrate ist weder die niedrigste noch die höchste, die irgendwie möglich ist. Sie ist die Rate, die langfristig tragbar bleibt und trotzdem zu einer vernünftigen Entschuldung führt.

Eine zu niedrige Rate klingt angenehm, verlängert aber die Laufzeit und erhöht das Zinsrisiko. Eine zu hohe Rate kann den Alltag belasten und macht anfällig für Krisen.

Eine solide Monatsrate berücksichtigt:

  • Einkommen
  • Familienplanung
  • Arbeitsplatzsicherheit
  • Lebenshaltungskosten
  • Rücklagen
  • geplante größere Ausgaben
  • Zinsänderungsrisiko
  • Alter bei vollständiger Entschuldung

Praktisch ist ein Stresstest: Rechnen Sie nicht nur mit der angebotenen Rate, sondern auch mit einer höheren Anschlussrate. Was passiert, wenn der Zinssatz bei der Anschlussfinanzierung deutlich höher liegt? Was passiert, wenn ein Einkommen zeitweise wegfällt? Nutzen Sie dafür auch diesen Rechner:

Hypothekenkreditrechner mit Tilgungsplan

Hypothekenkreditrechner
Diese Summe nehmen Sie auf und erhalten Sie ausgezahlt.
%
% pro Jahr
Jahre
€ pro Jahr
 
* = notwendig zur Berechnung

Eine Finanzierung, die nur im Idealfall funktioniert, ist keine solide Finanzierung. Sie ist eine Wette.

Lange oder kurze Sollzinsbindung?

Die Sollzinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt. Typische Zeiträume sind 10, 15, 20 oder 30 Jahre. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Zinshöhe, Sicherheitsbedürfnis, Tilgung und Lebensplanung ab.

  • Eine lange Sollzinsbindung bietet Planungssicherheit. Die Rate bleibt über viele Jahre stabil. Das ist besonders attraktiv, wenn die Zinsen als eher niedrig eingeschätzt werden oder wenn Haushalte wenig Spielraum für steigende Raten haben. Der Nachteil: Lange Bindungen sind oft mit etwas höheren Zinssätzen verbunden.
  • Eine kurze Sollzinsbindung kann günstiger sein, birgt aber mehr Risiko. Nach Ablauf muss neu finanziert werden. Liegen die Zinsen dann höher, steigt die Belastung.

Wichtig: Bei Immobiliendarlehen mit langer Zinsbindung gibt es in Deutschland ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Nach vollständigem Empfang des Darlehens kann ein Kredit unter bestimmten Voraussetzungen nach zehn Jahren mit sechsmonatiger Frist gekündigt werden. Das kann lange Zinsbindungen flexibler machen, als sie zunächst wirken.

Die Entscheidung ist also keine reine Zinsspekulation. Sie ist auch eine Frage der persönlichen Risikotragfähigkeit.

Welchen Kredit würden Sie eher abschließen?

 

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Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓

Die bisherigen Stimmen:

15 Jahre Laufzeit mit 2 % Zinsen 8 Stimmen
10 Jahre Laufzeit mit 1,5 % Zinsen 3 Stimmen

Tilgen Sie nicht zu wenig

Eine niedrige Tilgung macht die Monatsrate kleiner. Das wirkt zunächst attraktiv. Aber es hat einen Preis: Die Entschuldung dauert länger, und die Restschuld bleibt hoch.

Eine anfängliche Tilgung von nur 1 % war in Zeiten extrem niedriger Zinsen verbreiteter. Bei höheren Zinsen und hohen Immobilienpreisen kann sie jedoch dazu führen, dass die Restschuld nach vielen Jahren immer noch sehr groß ist.

Besser ist oft eine Anfangstilgung von mindestens 2 %, häufig auch mehr – sofern die Rate tragbar bleibt. Wer älter ist oder bis zum Renteneintritt schuldenfrei sein möchte, sollte besonders auf eine ausreichend hohe Tilgung achten.

Entscheidend ist nicht nur: „Kann ich mir das Haus kaufen?“
Entscheidend ist: Kann ich es auch in einem vernünftigen Zeitraum abbezahlen?

Tilgungssatz zur vollständigen Kredittilgung

Kreditlaufzeit
(Jahre)
Notwendiger Tilgungssatz*, um den Kredit mit den folgenden Zinssätzen (von 1 bis 5 %) am Ende der Laufzeit vollständig abgezahlt zu haben
1,0 %** 1,5 % 2,0 % 2,5 % 3 % 4 % 5 %
10 9,52 %*** 9,3 % 9,0 % 8,8 %  8,6 % 8,17 % 7,75 %
15 6,2 % 6,0 % 5,7 % 5,5 % 5,3 %  4,9 % 4,5 %
20 4,5 % 4,3 % 4,1 % 3,9 %  3,67 % 3,29 % 2,93 %
25 3,5 % 3,3 % 3,1 % 2,9 %  2,7 % 2,35 % 2,04 %

* Die notwendigen Tilgungssätze sind auf zwei Nachkommastellen gerundet.
** Dies sind die Effektivzinsen des Kredites
*** Dies sind jeweils die notwendigen Tilgungssätze, so dass eine vollständige Abzahlung des Kredites am Ender der jeweiligen Laufzeit (10 bis 25 Jahre) erfolgt ist.

Vergleichen Sie die Kreditanbieter

Bei einer Hausfinanzierung können schon kleine Zinsunterschiede große Wirkung haben. Ein Unterschied von 0,2 oder 0,3 Prozentpunkten klingt harmlos. Bei mehreren hunderttausend Euro Darlehenssumme und langer Laufzeit können daraus viele tausend Euro werden.

Verglichen werden sollten nicht nur Banken vor Ort, sondern auch:

  • Direktbanken
  • Vermittler
  • regionale Banken
  • Sparkassen und Genossenschaftsbanken
  • Versicherer
  • Förderdarlehen
  • Kombinationen aus mehreren Darlehensbausteinen

Wichtig ist, Angebote wirklich vergleichbar zu machen. Dazu müssen Darlehenssumme, Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung, Auszahlung, Bereitstellungszinsen und Nebenkosten ähnlich sein. Sonst wird schnell Äpfel mit Birnen verglichen.

Achten Sie besonders auf:

  • effektiven Jahreszins
  • Sollzins
  • Dauer der Zinsbindung
  • anfängliche Tilgung
  • Restschuld am Ende der Zinsbindung
  • Sondertilgungsrechte
  • Tilgungssatzwechsel
  • Bereitstellungszinsen
  • Schätzkosten oder sonstige Gebühren
  • Bedingungen für Auszahlung und Nachweise

Ein gutes Angebot ist nicht nur billig. Es passt zur Lebenssituation.

Holen Sie also mindestens 2-3 konkrete Finanzierungsangebote ein. Unter anderem stehen diese Anbieter für einen Vergleich zur Verfügung:

Aktuelle Zinsen und Kreditanbieter

Baufinanzierung Rechner

Vereinbaren Sie Sondertilgungen

Sondertilgungen ermöglichen zusätzliche Zahlungen neben der regulären Monatsrate. Dadurch sinkt die Restschuld schneller, die Laufzeit kann sich verkürzen und die Zinskosten können sinken.

Sinnvoll sind Sondertilgungen besonders, wenn unregelmäßige Einnahmen zu erwarten sind, etwa:

  • Bonuszahlungen
  • Weihnachtsgeld
  • Erbschaften
  • Schenkungen
  • Verkauf von Wertpapieren
  • Abfindungen
  • Einnahmen aus Selbstständigkeit

Viele Verträge erlauben jährliche Sondertilgungen, zum Beispiel bis zu 5 % der Darlehenssumme. Entscheidend ist: Das Recht auf Sondertilgung muss im Vertrag stehen. Mündliche Aussagen reichen nicht.

Kritisch ist allerdings: Sondertilgungsrechte können mit einem etwas höheren Zinssatz verbunden sein. Wer sicher weiß, dass kaum zusätzliches Geld verfügbar sein wird, sollte prüfen, ob diese Flexibilität den Preis wert ist. Wer dagegen regelmäßig Spielraum hat, sollte sie ernsthaft einplanen.

Kaufen Sie eine Immobilie? Unsere Checkliste

Vor dem Kauf sollte die Immobilie nicht nur sympathisch wirken. Sie muss geprüft werden – technisch, rechtlich und finanziell. Eine schöne Küche ersetzt keine solide Bausubstanz.

Checkliste vor dem Kauf:

1. Lage prüfen

  • Infrastruktur
  • Verkehrsanbindung
  • Lärm
  • Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte
  • Entwicklung der Umgebung
  • Hochwasser-, Starkregen- oder andere Standortgefahren

2. Gebäudezustand prüfen

  • Dach
  • Fassade
  • Fenster
  • Heizung
  • Elektrik
  • Wasserleitungen
  • Kellerfeuchtigkeit
  • Dämmung
  • Schimmelspuren
  • energetischer Zustand

3. Unterlagen einsehen

  • Grundbuchauszug
  • Energieausweis
  • Baupläne
  • Wohnflächenberechnung
  • Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen
  • Protokolle der Eigentümerversammlungen
  • Nachweise über Sanierungen
  • Baulastenverzeichnis
  • Bebauungsplan

4. Kosten realistisch schätzen

  • Kaufpreis
  • Nebenkosten
  • Renovierung
  • Modernisierung
  • energetische Maßnahmen
  • Außenanlagen
  • Umzug
  • neue Möbel

5. Fachleute einbeziehen
Bei älteren Immobilien kann ein Bausachverständiger sehr sinnvoll sein. Die Kosten dafür wirken im Vergleich zum Kaufpreis klein, können aber vor teuren Fehlentscheidungen schützen.

Die wichtigste Regel lautet: Nicht verlieben, bevor geprüft wurde. Immobilienkauf ist Emotion – aber die Finanzierung braucht kühlen Kopf.

Unsere Checklise Immobilienkauf mit Download

Gehen Sie zu zweit zur Immobilienbesichtigung und tauschen Sie danach Ihre Eindrücke aus. Nehmen Sie auch die folgende Checkliste zur Besichtigung der künftigen Wohnstätte und den Gesprächen mit dem bisherigen Eigentümer mit.

Zum Download

Pfeil

pdf  Checkliste Immobilienkauf

Grunddaten vom Haus / der Wohnung

  • Baujahr des Gebäudes
  • Letzte Renovierung
  • Quadratmeteranzahl Wohnfläche
  • Gesamte Nutzfläche
  • Raumanzahl
  • Größe vom Grundstück
  • Eigentumsgrundstück oder Erbpacht?
  • Prüfen Sie den Grundriss
  • Prüfen Sie die Flächenangaben
  • Prüfen Sie den Auszug vom Grundbuch
  • Fragen Sie nach der ehemaligen Baubeschreibung, darin finden sich Angaben zu den verwendeten Baustoffen, Ausstattungsdetails usw.
  • Prüfen Sie den Energieausweis
  • Fragen Sie nach den monatlichen Kosten des Hauses / der Wohnung (Energiekosten für Strom, Gas oder Öl, Erbpachtzins ...)
  • Ab welchem Termin könnten Sie einziehen?

Fragen an die Kommune

  • Sind Sanierungsmaßnahmen an der Straße vor dem Gebäude geplant? Kommen Kosten auf Sie zu?
  • Wird demnächst in der Nähe gebaut?
  • Gibt es Auflagen für die ins Auge gefasste Immobilie (Denkmalschutz, Milieuschutz, Überwegungsrechte ...)?

Geschichte der Immobilie

  • Gibt es Baulasten?
  • Ist eine Teilungserklärung ausgestellt?
  • Wann fand die letzte grundlegende Renovierung statt? Was wurde dabei alles gemacht?
  • Sind gesundheitliche Bedenken bezüglich der Baustoffe im Haus bekannt? (Auskunft: jetziger Besitzer)
  • Wie viele Eigentümer der Immobilie gab es bisher? (Besitzer)
  • Eigentumswohnung: Protokoll letzte Eigentümerversammlung
  • Eigentumswohnung: Welche Leistungen erbringt die Hausverwaltung?

Umfeld

  • Lebensmittel, Kleidung, Cafés in der Nähe?
  • Kindergarten, Krippe, Grundschule?
  • Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
  • Sportstätten, Spaßbad, Lichtspielhaus, Vereine ... 
  • Kann man etwas zu den Nachbarn sagen? Liegen diese mit einem auf einer Welle?

Prüfung der Immobilie

Wichtige Bereiche

  • Zustand des Daches (Pfannen, Dämmung, Balken – Schädlingsbefall, Dachrinnen)
  • Heizungsprüfung (Bauart, Verbrauch, Alter)
  • Wie wird Warmwasser erwärmt (Art der Erwärmung, Speicher, Solar unterstützt?, Leitung zur Spülmaschine oder Waschmaschine?)
  • Heizkörperart (Alter, drehen die Heizkörperventile leichtgängig?, Flachheizkörper? Badheizkörper? Fußbodenheizung?)
  • Fassade von außen(Zustand, Aufbau, Risse im Mauerwerk)
  • Dämmung der Immobilie (Qualität, Art, Alter)
  • Fußböden (Material, Qualität, Mängel)
  • Aufteilung der Räume (Durchgangszimmer, Flure,  Abstellkammer, Kleinsträume ...)
  • Stauflächen und -raum
  • Helligkeit der Räume prüfen
  • Höhe der Decken

  • Art und Zustand des Wandbelages (Tapeten, Farben, Fliesen ...)
  • Fensterart und -zustand (Verglasung, Alter, Einbruchschutz, Rahmenart und -zustand, Funktionieren die Rollläden?)
  • Innen- und Aussentreppen (Alter, Zustand, Geräusche beim Benutzen)

Die Sinne gebrauchen

  • Wie riecht es in der Immobilie? (moderig: Schimmelgefahr)
  • Wie fühlen sich die Außenwände an (besonders kalt – hohe Heizkosten)?
  • Ist irgendwo Luftzug zu spüren?
  • Wie leise ist es in den einzelnen Räumen (Lärm von draußen? Straßenlärm? Sind Geräusche von nebenan zu hören?)

Immobilienausstattung

  • Brandschutzausstattung (Rauchwarner, Feuerlöscher, Rettungswege, sonstige Auflagen)
  • Stand der Barrierefreiheit (Bäder, Treppen, Hauseingang)
  • Zustand des Stromnetzes (Alter, technischer Stand, leuchten alle Lampen?)
  • Sicherungskasten (Überspannungsschutz? Alles korrekt abgesichert?)
  • Steckdosenverteilung in den Räumen; genug vorhanden?
  • Zustand der Leitungen für das Wasser (Alter, Zustand, Material: aus Kupfer? Ist der Druck des Wassers hoch genug?)
  • Wie sieht es mit der sonstigen Technik im Haus aus? (Lüftungsanlage, Alarmanlage, elektrische Rollos ... wie alt sind diese Einbauten? Wie gut funktionieren sie noch?)
  • Wo wird die Waschmaschine angeschlossen?
  • Sind Waschmaschine und Trockner separat abgesichert?
  • Alter und Zustand sonstiger besonderer Ausstattung (Kaminofen, Aufzug, Treppenlift, Sonnensegel, Markise, Sauna, Werkstatt, Smarthome-Technik ...)

Wichtige Räume

  • Unter dem Dach (Deckenhöhe, Dämmung, Nutzbarkeit, Zugang)
  • Badezimmer (Zustand, Design, Lüftungsmöglichkeit)
  • Küche (Mobiliarzustand, Arbeitsplattenzustand, Arbeitshöhe, Alter der Elektrogeräte)
  • Keller (Dichtigkeit, Wandfeuchte, Feuchtigkeit der Luft, Deckenhöhe, Zugang, Dämmung, Heizungsversorgung)

Außerhalb der Immobilie

  • Vorhandensein und Zustand von Garage/Carport, Terrasse, Balkons, Regenwassertank, Gartenhäuschen, Pool, Bepflanzung
  • Art und Zustand der Wege im Aussenbereich
  • Möglichkeiten zu Parken (Anzahl)

Muss irgendetwas dringend renoviert werden?

Alle Punkte in der Checkliste schriftlich festhalten.

Nutzen Sie die Förderungen vom Staat

Staatliche Förderungen können eine Hausfinanzierung verbessern. Sie ersetzen aber keine solide Finanzplanung. Förderprogramme ändern sich, sind an Bedingungen geknüpft und müssen oft vor Beginn des Vorhabens beantragt werden.

Mögliche Förderquellen sind:

  • KfW-Förderkredite
  • Programme für klimafreundlichen Neubau
  • Programme für Familien
  • Förderungen für Bestandserwerb und Sanierung
  • Landesförderbanken
  • kommunale Förderprogramme
  • Zuschüsse für energetische Maßnahmen
  • steuerliche Fördermöglichkeiten bei bestimmten Sanierungen

Besonders wichtig: Viele Förderungen setzen energetische Standards voraus. Häufig müssen Energieeffizienz-Experten eingebunden werden. Wer zu spät plant oder bereits Verträge unterschreibt, kann Förderchancen verlieren.

Förderungen sollten deshalb früh geprüft werden – am besten bevor Kaufvertrag, Bauvertrag oder Sanierungsauftrag unterschrieben werden. Kritisch bleibt: Eine Immobilie sollte sich auch ohne Förderung tragen. Fördermittel sind ein Bonus, keine tragende Wand.

Förderungen für Kauf und Bau einer Immobilie als Privatperson

Förderungen für Haus- und Wohnungsbau und Immobilienkauf

Wer ein Haus baut, kauft oder saniert, sollte Fördermöglichkeiten früh prüfen. Früh heißt: bevor Verträge unterschrieben, Handwerker beauftragt oder Bauvorhaben begonnen werden. Viele Förderprogramme müssen vor dem Start beantragt werden. Wer zu spät kommt, verliert unter Umständen mehrere Tausend Euro – nicht wegen schlechter Planung am Bau, sondern wegen schlechter Planung am Schreibtisch.

Die wichtigsten Förderstellen sind die KfW, das BAFA, Bundes- und Landesprogramme, kommunale Förderstellen sowie teilweise Kirchen oder Energieversorger. Förderungen können als zinsgünstige Kredite, Tilgungszuschüsse, direkte Zuschüsse oder steuerliche Entlastung ausgestaltet sein. Entscheidend ist immer der Einzelfall: Einkommen, Familienstand, energetischer Standard, Alter der Immobilie, Art der Maßnahme und Zeitpunkt der Antragstellung.

KfW: Kredite für Neubau, Kauf und Sanierung

Die KfW fördert private Bauherren, Käufer und Eigentümer vor allem über zinsgünstige Kredite. Besonders wichtig sind Programme für klimafreundlichen Neubau, energetische Sanierung und den Erwerb von Wohneigentum für Familien.

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Günstige KfW-Kredite für Familien

Für Familien mit Kindern ist besonders das Programm „Wohneigentum für Familien – Neubau“ interessant. Es richtet sich an Familien und Alleinerziehende, die klimafreundlich bauen oder eine neu gebaute Immobilie erstmals erwerben.

Aktuell gelten unter anderem diese Eckpunkte:

  • Im Haushalt lebt mindestens ein Kind unter 18 Jahren.
  • Die Immobilie wird selbst bewohnt.
  • Die Immobilie ist die einzige Wohnimmobilie in Deutschland.
  • Das zu versteuernde Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro bei einem Kind, plus 10.000 Euro je weiterem Kind.
  • Der Neubau muss mindestens die Anforderungen an ein klimafreundliches Wohngebäude erfüllen.
  • Je nach Förderstufe und Kinderzahl sind unterschiedliche Kreditbeträge möglich.

Wichtig: Der Antrag läuft nicht direkt als Privatperson bei der KfW, sondern über eine Bank, Sparkasse, Genossenschaftsbank, Bausparkasse, Versicherung oder einen Finanzierungsvermittler. Die technischen Anforderungen müssen regelmäßig durch Energieeffizienz-Experten bestätigt werden.

KfW-Förderung für den Kauf einer Bestandsimmobilie

Beim Programm „Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb“ geht es nicht um beliebige Gebrauchtimmobilien. Gefördert wird der Kauf einer bestehenden Immobilie, die anschließend energetisch verbessert wird.

Besonders wichtig:

  • Die Immobilie muss selbst genutzt werden.
  • Im Haushalt lebt mindestens ein Kind unter 18 Jahren.
  • Die Immobilie ist die einzige Wohnimmobilie in Deutschland.
  • Das Haushaltseinkommen darf bei einem Kind maximal 90.000 Euro betragen, plus 10.000 Euro je weiterem Kind.
  • Das Gebäude muss zunächst eine Energieeffizienzklasse F, G oder H haben.
  • Innerhalb von 4,5 Jahren nach Förderzusage muss mindestens der Standard Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien erreicht werden.

Dieses Programm kann interessant sein, wenn eine ältere Immobilie günstig erscheint, aber energetisch schwach ist. Kritisch ist jedoch: Die Sanierungspflichten müssen finanziell und praktisch realistisch sein. Ein billiger Kaufpreis nützt wenig, wenn die anschließende Sanierung den Kostenplan sprengt.

BAFA: Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen

Das BAFA ist vor allem bei energetischen Einzelmaßnahmen relevant. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen an der Gebäudehülle, bestimmte Anlagentechnik, Heizungsoptimierung und Gebäudenetze. Für viele Maßnahmen ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erforderlich.

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Gerade vor einer Sanierung lohnt sich eine geförderte Energieberatung. Sie kann helfen, Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren: erst dämmen, dann Heizung erneuern – oder umgekehrt? Ohne Konzept wird energetische Sanierung schnell teuer und technisch widersprüchlich.

Gebäudeenergiegesetz und Energiewechsel

Das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, setzt den rechtlichen Rahmen für energetische Anforderungen an Gebäude und Heizungen. Für Eigentümer ist weniger der Gesetzestext allein entscheidend, sondern die praktische Frage: Welche Pflichten entstehen beim Kauf, bei Sanierung oder Heizungstausch?

Eine gute Übersichtsseite des Bundes ist:

Dort finden sich auch Hinweise zu Förderungen für energetische Sanierung, Energieberatung und Photovoltaik.

Photovoltaik: Förderung und Einspeisevergütung

Für Photovoltaik-Anlagen gibt es je nach Vorhaben unterschiedliche Förder- und Vergütungswege. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kreditförderung, Einspeisevergütung, steuerlichen Regeln und regionalen Zuschüssen.

Nützliche Links:

Photovoltaik sollte nicht nur als Förderthema betrachtet werden. Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit im konkreten Haus: Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Eigenverbrauch, Speicher, Strompreis, Einspeisevergütung und Investitionskosten.

Steuerbonus als Alternative zur Förderung

Wer ein selbstgenutztes, mindestens zehn Jahre altes Haus energetisch saniert, kann unter bestimmten Voraussetzungen alternativ zur öffentlichen Förderung einen Steuerbonus nach § 35c EStG nutzen. Dabei können 20 % der Aufwendungen, maximal 40.000 Euro pro Objekt, über drei Jahre verteilt direkt von der Einkommensteuer abgezogen werden.

Wichtig: Dieser Steuerbonus ist eine Alternative, keine zusätzliche Förderung zur BEG. Doppelte Förderung derselben Maßnahme ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Nützliche Links:

Dieser Weg kann besonders interessant sein, wenn Förderanträge zu aufwendig erscheinen oder eine Maßnahme steuerlich besser passt. Vor größeren Sanierungen sollte jedoch steuerlich geprüft werden, welche Variante günstiger ist.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist kleiner als viele KfW-Förderungen, kann aber als Baustein der Eigenkapitalbildung sinnvoll sein. Förderfähig sind unter anderem Beiträge zu Bausparverträgen, sofern die Einkommensgrenzen eingehalten werden und das Geld wohnwirtschaftlich verwendet wird.

Aktuell beträgt die Prämie 10 % auf förderfähige Aufwendungen. Maximal gefördert werden 700 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden und 1.400 Euro bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern. Daraus ergeben sich maximal 70 Euro bzw. 140 Euro Prämie pro Jahr.

Nützliche Links:

Für die große Finanzierungssumme ist die Wohnungsbauprämie selten entscheidend. Aber als langfristiger Sparanreiz kann sie ihren Platz haben – vor allem bei jungen Menschen, die erst Eigenkapital aufbauen.

Kirchliche Bauförderung und Erbbaurecht

Weniger bekannt sind Förderangebote von Kirchen. Einige katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen vergeben Grundstücke im Erbbaurecht oder unterstützen Familien über vergünstigte Konditionen. Das kann den Einstieg ins Wohneigentum erleichtern, weil das Grundstück nicht gekauft, sondern langfristig genutzt wird.

Der Vorteil: Die Anfangsinvestition kann niedriger sein. Der Nachteil: Es fallen regelmäßig Erbbauzinsen an, und die Vertragsbedingungen sollten sehr genau geprüft werden. Laufzeit, Anpassungsklauseln, Verkaufsmöglichkeiten und Heimfallregelungen sind keine Nebensachen, sondern entscheidend für den wirtschaftlichen Wert.

Nützliche Links:

Kirchliche Angebote sind regional sehr unterschiedlich. Deshalb lohnt sich die Nachfrage bei der jeweiligen Landeskirche, dem Bistum oder der Kommune.

Landes- und kommunale Förderprogramme

Neben Bundesprogrammen gibt es Förderungen der Bundesländer, Kommunen, Landesförderbanken und teilweise auch von Energieversorgern. Diese Programme sind oft weniger bekannt, können aber durchaus mehrere Tausend Euro wert sein.

Mögliche Förderungen betreffen zum Beispiel:

  • Familien mit Kindern
  • Erwerb alter Immobilien im Ortskern
  • energetische Sanierung
  • Barrierefreiheit
  • Photovoltaik und Speicher
  • Dach- und Fassadenbegrünung
  • Regenwassernutzung
  • klimafreundliche Heiztechnik

Nützliche Links:

Praktisch ist außerdem der direkte Weg: beim zuständigen Rathaus, Bauamt oder Klimaschutzmanagement nachfragen. Viele kommunale Programme sind klein, regional begrenzt und nicht immer prominent beworben.

Rechtzeitig um den Anschlusskredit kümmern

Die Anschlussfinanzierung entscheidet darüber, wie teuer der zweite Abschnitt der Immobilienfinanzierung wird. Sie wird nötig, wenn am Ende der Sollzinsbindung noch eine Restschuld besteht.

Viele Kreditnehmer warten auf das Angebot ihrer bisherigen Bank. Das ist bequem, aber nicht immer günstig. Besser ist es, rechtzeitig zu vergleichen. Spätestens einige Monate vor Ablauf der Zinsbindung sollte die Anschlussfinanzierung aktiv vorbereitet werden. Bei größeren Restschulden kann auch ein früherer Blick sinnvoll sein.

Möglichkeiten sind:

  • Verlängerung bei der bisherigen Bank
  • Umschuldung zu einem anderen Anbieter
  • Forward-Darlehen zur Zinssicherung
  • Sondertilgung vor Anschlussfinanzierung
  • Anpassung der Tilgung
  • Kombination verschiedener Darlehensbausteine

Ein Forward-Darlehen kann sinnvoll sein, wenn steigende Zinsen erwartet werden oder Planungssicherheit besonders wichtig ist. Es ist aber keine kostenlose Versicherung. Häufig wird ein Zinsaufschlag eingepreist. Wenn die Zinsen später fallen, kann das Forward-Darlehen unattraktiv werden.

Auch hier gilt: Nicht raten, sondern rechnen.

Typische Fehler bei der Hausfinanzierung

Viele Finanzierungsprobleme entstehen nicht durch Pech, sondern durch zu optimistische Planung. Die häufigsten Fehler sind:

  • Kaufpreis mit Gesamtkosten verwechseln
  • Nebenkosten unterschätzen
  • zu wenig Eigenkapital einplanen
  • keine Rücklagen behalten
  • Tilgung zu niedrig ansetzen
  • Bereitstellungszinsen übersehen
  • laufende Kosten zu knapp kalkulieren
  • Modernisierungskosten schönrechnen
  • nur die Hausbank fragen
  • Förderungen zu spät prüfen
  • Anschlussfinanzierung verschlafen
  • emotionale Kaufentscheidung ohne Gutachten treffen

Besonders gefährlich ist der Satz: „Das wird schon irgendwie gehen.“ Bei einer Finanzierung über mehrere Jahrzehnte reicht „irgendwie“ nicht. Die Zahlen müssen auch dann noch funktionieren, wenn das Leben nicht nach Plan läuft.

Wie viel Haus kann man sich leisten?

Die ehrliche Antwort lautet: weniger, als der erste Kreditrechner manchmal suggeriert. Banken prüfen zwar die Bonität, aber die Verantwortung für ein gutes Leben nach dem Kauf liegt bei den Käuferinnen und Käufern.

Eine tragfähige Finanzierung sollte diese Punkte erfüllen:

  • Die Monatsrate ist dauerhaft bezahlbar.
  • Es bleibt genug Geld für Alltag, Urlaub, Reparaturen und Rücklagen.
  • Die Tilgung ist hoch genug.
  • Die Restschuld nach der Zinsbindung ist beherrschbar.
  • Die Immobilie wurde fachlich geprüft.
  • Förderungen sind berücksichtigt, aber nicht überlebenswichtig.
  • Die Finanzierung hält auch einen Stresstest aus.

Die beste Hausfinanzierung ist nicht die mit der maximal möglichen Kreditsumme. Es ist die, mit der man nachts ruhig schläft.

Fazit: Gute Hausfinanzierung ist Schutz vor späterer Reue

Eine Immobilie kann ein solides Fundament für Vermögen, Lebensqualität und Altersvorsorge sein. Sie kann aber auch zur Belastung werden, wenn sie zu teuer, zu knapp oder zu optimistisch finanziert wurde.

Wer Eigenkapital realistisch einsetzt, Nebenkosten vollständig berücksichtigt, ausreichend tilgt, Rücklagen bildet, Kreditangebote vergleicht und Förderungen rechtzeitig prüft, vermeidet die größten Risiken.

Der wichtigste Rat lautet: Nicht die Bank sollte bestimmen, wie viel Haus möglich ist. Entscheidend ist, wie viel Haus dauerhaft gut zum eigenen Leben passt.

Eine gute Finanzierung fühlt sich nicht spektakulär an. Sie ist nüchtern, robust und manchmal etwas konservativ. Genau deshalb ist sie so wertvoll.trenner blanko

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Seltene, interessante oder humorvolle Fakten zum Thema Hausfinanzierung

  • Deutschland ist eher Mieterland als Eigentümerland.
    Im Jahr 2022 lebten nur knapp 42 % der Haushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden. Im internationalen Vergleich ist das bemerkenswert niedrig – der Traum vom Eigenheim ist hierzulande also eher ein anspruchsvolles Projekt als ein Normalfall.
  • Die Grunderwerbsteuer kann je nach Bundesland fast doppelt so hoch ausfallen.
    In Bayern liegt sie bei 3,5 %, in mehreren Bundesländern dagegen bei 6,5 %. Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro macht das einen Unterschied von 15.000 Euro – nur wegen der Landesgrenze.
  • Eine lange Zinsbindung ist nicht so unkündbar, wie viele glauben.
    Nach § 489 BGB können Darlehensnehmer ein Immobiliendarlehen mit gebundenem Sollzins nach Ablauf von zehn Jahren nach vollständigem Empfang des Darlehens mit sechsmonatiger Frist kündigen. Das macht lange Zinsbindungen rechtlich flexibler, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
  • Bereitstellungszinsen sind die Parkgebühr für nicht abgerufenes Geld.
    Viele Banken verlangen typischerweise etwa 0,25 % pro Monat auf noch nicht abgerufene Darlehensteile. Das klingt klein, kann bei Bauverzögerungen aber plötzlich mehrere Tausend Euro kosten.
  • Deutschland hatte Ende 2024 rund 43,8 Millionen Wohnungen.
    Die Zahl wirkt gewaltig, trotzdem bleibt Wohnen in vielen Regionen knapp und teuer. Mehr Wohnungen bedeuten eben nicht automatisch passende, bezahlbare oder am richtigen Ort gelegene Wohnungen.
  • Fördergeld gibt es inzwischen auch für den Kauf alter Energiefresser – unter Bedingungen.
    Das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb“ fördert den Kauf bestehender Wohnimmobilien, wenn bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden und energetische Anforderungen erfüllt werden. Interessant ist gerade der Fokus auf Bestandsgebäude, die energetisch verbessert werden sollen.
  • Sondertilgungen müssen vertraglich sauber vereinbart werden.
    Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Möglichkeit zur Sondertilgung bereits bei Vertragsabschluss festzulegen. Wer erst später darum bittet, hat deutlich schlechtere Karten – dann entscheidet nicht der gute Wille, sondern der Vertrag.
  • Eine niedrige Rate kann gefährlicher sein als eine hohe.
    Die Verbraucherzentrale zeigt an Beispielrechnungen, dass eine zu geringe Tilgung zu hoher Restschuld führen kann. Steigt später der Anschlusszins stark, reicht die bisherige Rate im Extremfall nicht einmal mehr aus, um die Zinsen zu decken.
  • Notar- und Grundbuchkosten sind kein Verhandlungspoker.
    Während beim Kaufpreis gefeilscht werden kann, folgen Notar- und Grundbuchkosten festen Gebührenregeln. Grob sollte man beim Immobilienkauf häufig mit etwa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises rechnen.

Quellen und fachliche Orientierung

  • Verbraucherzentrale: Überblick zu Immobilienfinanzierungsmodellen, Annuitätendarlehen, Tilgung und Flexibilität.
  • Verbraucherzentrale: Berechnung der tragbaren Immobilienfinanzierung und Zusammenhang von Rate, Zins und Tilgung.
  • Verbraucherzentrale: Hinweise zu Eigenkapital, Risiken niedriger Eigenkapitalquoten und Hauskredit-Fragen.
  • BaFin: Risiken und Planung der Anschlussfinanzierung.
  • Verbraucherzentrale Hamburg: Anschlussfinanzierung rechtzeitig verhandeln und Angebote vergleichen.
  • KfW: Förderprogramm „Wohneigentum für Familien – Neubau“ und KfW-Förderoptionen.
  • KfW: Förderprogramm „Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb“.
  • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Informationen zur Wohneigentumsförderung für Familien.
  • Übersicht zu Grunderwerbsteuersätzen der Bundesländer 2026.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

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