Eine Risikolebensversicherung ist für viele Erwachsene eine sinnvolle Investition. Sie zahlt beim Tod des Versicherungnehmers eine festgelegte Summe an einen Begünstigten. Auch fallende Versicherungssummen sind üblich, vor allem bei Verträgen, die der Absicherung eines Kredites dienen. Um den günstigsten Beitragssatz zu erhalten sollte man sich bester Gesundheit erfreuen, denn den Neuabschluss einer Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es seit 2010 nicht mehr.

Versicherungsgründe

Sie sollten die Riskolebensversicherung abschließen, wenn Sie Angehörige oder Lebenspartner nach Ihrem vorzeitigen Tod versorgt wissen wollen. Also vor allem bei einer Familie mit Kindern und Paaren, die gemeinsam eine Immobilie besitzen. Wie oben erwähnt werden Sie bei Abschluss eines Kreditvertrages oftmals gezwungen sein, parallel eine Risikolebensversicherung abzuschließen, um im Falle Ihres Ablebens den Zahlungsausfall zu vermeiden.

Gesundheit und Beitrag

Wie erwähnt zahlen die Lebensversicherer im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers während der Laufzeit des Versicherungsvertrages die im Vertrag vereinbarte Sterbesumme. Somit ist es logisch, dass alle Versicherungsanbieter ein nachhaltiges Interesse zeigen, das Sterberisiko des Versicherten innerhalb des Vertragzeitraumes einschätzen zu können. Nur so können sie eine optimale Prämie berechnen. Denn ungesunder Lebenswandel und maroder Gesundheitszustand führen statistisch zu frühzeitigerem Ableben.

Rauchen und schwelgen, das wird teuer

Mit der Folge, dass Raucher bei manchen Verträgen  das Doppelte oder Dreifache zahlen wie Nichtraucher. Weitere Preistreiber sind Fettleibigkeit und hoher Blutdruck. Doch sind das beileibe nicht die einzigen Punkte, welche die Versicherer interessieren.

Gesundheitsprüfung

Bei niedrigeren Versicherungsummen (bis ca. 250.000 Euro) begnügen sich die meisten Versicherungen mit einer wahrheitsgemäßen Beantwortung einer Reihe von gesundheitsrelevanten Fragen an den Versicherten. Soll mehr Geld nach dem Ableben ausgeschüttet werden, wollen es die Assekuranzen genauer wissen: Blutuntersuchungen, Belastungs-EKGs und umfassende gesundheitliche Stellungsnahmen des Hausarztes, bei denen auch nach längst überstandenen Krankheiten gefragt werden kann, sind dann nicht selten Anforderungen der Versicherungen an den Kunden.

Achtung: Zahlungsverweigerung

Wie schon oben erwähnt, kann sich eine Risikolebensversicherung in den folgenden Fällen vor einer Auszahlung der Versicherungssumme drücken:

  • Selbstmord des Versicherungnehmers
  • Nichtzahlung der Versicherungsbeiträge
  • Tod des Versicherungsnehmers bei Kriegseinsätzen
  • Falsche oder fehlerhafte Angaben bei Vertragsabschluss

Bei der Standardgesundheitsprüfung wird zumeist nur nach ambulanten Behandlungen der letzten fünf Jahre und stationären Aufenthalten der letzten zehn Jahre gefragt. Kommt es zur Hausarztbefragung, so muss dieser auch Krankheiten nennen, die noch weiter in der Vergangenheit liegen.

Sollte Ihnen in dieser Richtung Ungemach drohen, kann es klug sein, sich vorher über die Gepflogenheiten der gewünschten Versicherung in Kenntnis zu setzen. Eventuell gibt es eine andere Gesellschaft, die den umfassenden Gesundheitsreport erst bei einer Versicherungssumme fordert, die über meinem Wunschbetrag liegt.

Die Versicherungen beurteilen Vorerkrankungen durchaus unterschiedlich. Ein früherer Herzinfarkt mag bei dem einen Anbieter ein Ablehnungsgrund sein, der andere Versicherer nimmt Sie ohne Zuschlag auf.

Nie lügen!

Unbedingt abzuraten ist von einer bewussten Schwindelei bei der Beantwortung der Gesundheitsprüfung im Versicherungsvertrag. Sollte dies auffliegen, dürfen die Versicherer die Auszahlung verweigern - und die Angehörigen stehen mit leeren Händen da. Ja, die Hinterbliebenen dürfen trotz Nichtzahlung der Versicherung nicht einmal die eingezahlten Beiträge zurückfordern.

Gefährliche Hobbys

Einige Versicherer wollen noch mehr von ihren zukünftigen Kunden wissen und fragen nach Hobbys und Freizeitbeschäftigungen. Taucht als Antwort in den Anträgen dann Drachenfliegen oder Motorradfahren auf, kann dies zu einer Erhöhung des Versicherungsbeitrages führen. Auch hier kann bei Notwendigkeit eine Versicherung gewählt werden, die der sonstige Lebenswandel des Todesversicherten nicht weiter interessiert.

Weitere Risikozuschläge

  • Je älter Sie bei Vertragseintritt sind, desto höher fallen die Beiträge aus.
  • Manche Berufe, vor allem solche mit schwerer körperlicher Arbeit, zahlen Risikozuschläge.
  • Chronisch Kranke werden oft abgelehnt oder zahlen hohe Beitragsaufschläge. 
  • Rennfahrer, Taucher, Kampfsportler, Fallschirmspringer, Drachenflieger, Rafter, Canyoning-Begeisterte - alle zahlen bei vielen Versicherern erhöhte Beiträge.
  • Wenige Versicherte verlangen von Seglern oder Skifahrern erhöhte Zahlungen.
  • Gewicht: Ab einem BMI von 30 nehmen viele Versicherungen einen Aufschlag. 

Weitere Informationen

Risikolebensversicherung - Beiträge Januar 2019

Video: Lügen haben kurze Beine

Im folgenden Videobeitrag findet sich ein Fall von falsch beantworteten Gesundheitsfragen:

Video: Lügen haben kurze Beine

Im folgenden Videobeitrag findet sich ein Fall von falsch beantworteten Gesundheitsfragen:

 

Teilen macht Freude:

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

pfeil runter

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, speichern wir Ihre E-Mail-Adresse und senden Ihnen diesen regelmäßig zu. Beim Öffnen der E-Mail und Anklicken der Links erfolgen statistische Erhebungen. Details dazu finden Sie im Punkt "Newsletter" unserer Datenschutzerklärung. Mit dem Abonnieren erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

(Die Abmeldung ist jederzeit möglich, z. B. mit einem Link unten in jedem Newsletter.)