immobilie aus geld 564


Es ist schon merkwürdig: Eigentlich ist die eigene Immobilie oft teurer, als zur Miete zu wohnen. Trotzdem haben Hausbesitzer am Ende mehr Vermögen als zur Miete wohnende. Wie kommt das?

Ein Grund dafür liegt im „Zwangssparen“. Zwar geben Mieter deutlich weniger für Ihre Wohnkosten aus, sie legen das ersparte Geld aber nicht zurück, sondern konsumieren es. Der Eigenheimbesitzer, von der Bank gezwungen, legt Monat für Monat Geld in Form der Tilgungen zurück. So steht er am Ende besser da.

Es erscheint also sinnvoll, einen Kredit für die eigene Immobilie aufzunehmen. Schauen wir, worauf sollten Sie beim Eigenheim finanzieren achten?

 

Zunächst: Lassen Sie sich Zeit mit Ihrer Kauf- oder Bau-Entscheidung. Viel Zeit. Es geht um eine Investition in Höhe von mehreren Jahresgehältern. Wahrscheinlich die höchste Investition, die Sie in Ihrem ganzen Leben machen werden.

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Nie an die Grenze gehen

Viele Bauherren überschätzen sich bei dem, was sie langfristig an Zins und Tilgung aufbringen können. Die hohe Zahl an Zwangsversteigerungen zeigt es. Ein Verdiener kann immer ausfallen. Kinder kommen dazu. Nebenkosten steigen, unvorhergesehene Reparaturen reizen das Konto bis zum Anschlag.

Unser Tipp von daher: Gehen mit den Finanzierungskosten nie an die Grenze dessen, was Sie momentan leisten könnten. Lassen Sie sich immer einige hundert Euro Puffer pro Monat.

 
 

 

rechner stift planen 564Rechnen Sie sorgfältig, aber kalkulieren Sie nie mit dem "letzen Cent"

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Möglichst viel Eigenkapital

Wie bereits an verschiedenen Stellen erwähnt, sollten Sie möglichst alle Käufe zuerst ansparen und dann tätigen. Bei einem Hauskauf müssten Sie dann allerdings bis zur Rente warten :-).

Trotzdem: Je mehr Eigenkapital Sie aufbringen, umso günstiger ist die Finanzierung, umso ruhiger können Sie schlafen, umso eher gehört Ihnen das Haus.

Traumhaft wäre eine Eigenkapitalquote von 40% des Hauspreises inklusive aller Nebenkosten. Doch auch 20 Prozent Eigenkapital sind ein guter Wert, auf dem Sie „bauen“ können. Bei günstigen Häusern und niedrigen Zinsen für die Baufinanzierung kann auch ein Kauf ohne Eigenkapital sinnvoll sein.

"Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen."

Marcus Tullius Cicero

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Erst einmal sesshaft werden

Sie sollten den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie erst dann durchführen, wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben und in den nächsten Jahren keine Umzüge drohen. Denn jeder Kauf und Verkauf verschlingt einen großen Brocken unwiderruflich verlorener „Neben“-Kosten. Und wenn Sie schnell umziehen und damit verkaufen müssen, droht ein verlustträchtiger Eil-Verkauf.

 

Immobilie = Sichere Geldanlage?

Immobilien steigen übrigens schon lange nicht mehr generell im Wert. Das ist von Lage zu Lage unterschiedlich und kann sogar von Experten nur unsicher vorhergesagt werden. Die Bevölkerungsentwicklung scheint dazu zu führen, dass immer weniger Immobilien benötigt werden. Somit droht von dieser Seite ein Druck auf die Verkaufspreise.

Wovon hängt die zukünftige Wertentwicklung Ihrer Immobilie vor allem ab? Die Antwort: Von

  1. der Lage,
  2. der Lage und
  3. der Lage.

Prüfen Sie genau die Umgebung: Könnte der freie Blick nach hinten bald zugebaut sein? Die beschauliche Straße zur Umgehungsstraße ausgebaut werden? Kann ein Mehrfamilienhaus in der Nachbarschaft das eigene Gebäude verdunkeln? Wird der Ort in Zukunft eher wachsen (=steigender Wert) oder tendenziell weniger attraktiv für Zuzüge sein?

4

Lügen Sie sich nicht in die Tasche

Mit den reinen Baukosten oder dem Kaufpreis ist es nicht getan. Rund um den Kauf oder den Bau einer Immobilie ranken sich viele Träger und Stellen, die überraschend die Hand aufhalten. Einen guten Überblick verschaffen Sie sich mit unserer Vorlage:

Laden Sie hier den kostenlosen Download herunter

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Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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