Die Gold Entwicklung | Bedeutende Ereignisse und deren Preiswirkungen
In diesem Artikel untersuchen wir die Entwicklung des Goldes. Wir verweisen auf wichtige Ereignisse aus den letzten Jahrzehnten und überprüfen deren Auswirkung auf den Goldpreis. Am Ende wagen wir einen Ausblick.
Die aktuellen Stationen der Gold-Entwicklung
Die Entwicklung des Goldpreises ist eng mit historischen Ereignissen verknüpft, die oft zu erheblichen Preisschwankungen führten. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht bedeutender Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Goldpreis, geordnet nach Relevanz:
- Aufhebung des Goldstandards (1971): Als die USA unter Präsident Nixon die Bindung des US-Dollars an Gold aufhoben, führte dies zu einem freien Float des Goldpreises. In der Folge stieg der Preis von 35 US-Dollar pro Feinunze auf über 800 US-Dollar im Jahr 1980.
- Finanzkrise 2008: Die globale Finanzkrise verursachte eine Flucht in sichere Anlagen. Der Goldpreis stieg von etwa 800 US-Dollar pro Feinunze Anfang 2008 auf über 1.800 US-Dollar im Jahr 2011.
- COVID-19-Pandemie (2020): Die Unsicherheiten durch die Pandemie führten zu einem erneuten Anstieg des Goldpreises, der im August 2020 erstmals die Marke von 2.000 US-Dollar pro Feinunze überschritt.
- Weltwirtschaftskrise (1930er Jahre): Während der Großen Depression stieg der Goldpreis erheblich an, da Investoren nach sicheren Wertanlagen suchten.
- Ölkrise (1973): Die durch die Ölkrise ausgelöste Inflation führte zu einem Anstieg des Goldpreises, der 1974 erstmals die Marke von 100 US-Dollar pro Feinunze überschritt.
- Russland-Ukraine-Konflikt (2022): Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten trieben den Goldpreis erneut in die Höhe, wobei er im März 2022 nahe an die Marke von 2.070 US-Dollar pro Feinunze heranreichte.
- Fortgesetzte Krisen der letzten Jahre: Gazakrieg, Trump, Spannungen in Taiwan – alles Treiber des Goldpreises. Hinzu kommt eine gestiegene Nachfrage institutioneller und staatlicher Anleger. All dies trieb den Goldpreis in 2026 auf über 5.000 Dollar die Feinunze.
Fazit: Historische Ereignisse, insbesondere wirtschaftliche Krisen und geopolitische Spannungen, haben den Goldpreis maßgeblich beeinflusst. Während Gold oft als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten gilt, sollten Anleger die potenzielle Volatilität und die verschiedenen Einflussfaktoren stets im Blick behalten.
Die historische Goldpreisentwicklung
Die letzten 50 Jahre in nominalem Dollarkurs:
Der Goldpreis von 1344 bis 1999 - inflationsbereinigt:
In der Zeit bis 1999 konnte man einen langjährigen mittleren Goldpreis von rund 430 $ (in Preisen von 1999) aus der Graphik entnehmen. Mit dem steilen Anstieg in Regionen über 5.000 Dollar je Feinunze in den 2020er-Jahren wurde dieser Durchschnittswert obsolet.
Der Goldpreis seit 1792
Goldpreis in Dollar 1792 bis 2022, CC BY 3.0
Goldpreis in US-Dollar pro Feinunze 1968–2011 (real und nominal, Juli 2011)

Details und Erläuterungen zu einzelnen Zeitpunkten im Beitrag zur Gold Entwicklung.
| Gold-Höchststände in Dollar |
|
| US-Dollar / Feinunze | erstmals erreicht |
|---|---|
| 100 | 14. Mai 1973 |
| 300 | 6. Juli 1979 |
| 500 | 19. Dezember 1979 |
| 1.000 | 13. März 2008 |
| 1.500 | 19. April 2011 |
| 2.000 | 4. August 2020 |
| 3.000 | 17. März 2025 |
| 4.000 | 8. Oktober 2025 |
| 5.000 | 26. Januar 2026 |
| Gold-Allzeithoch | |
| 5.417,60 | 28. Januar 2026 (Schlusskurs) |
1 Feinunze = 31,1034768 Gramm
Quelle: Wikipedia, eigene Recherche
Eine Unze Gold - 1 Monat in USD

Wichtige goldrelevante geschichtliche Ereignisse bis heute
Um 1500: Goldstrom aus Amerika
Ab 1492 wurde Europa mit dem Gold aus den südamerikanischen Minen geflutet. Es kamen schätzungsweise 4.700 Tonnen per Schiff bei uns an. Dies beendete eine langanhaltende Phase der Goldpreissteigerung (Details dazu auf Wikipedia).
Die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Die Goldnachfrage steigt bei Krisen und Inflation(-sgefahren). Mitte 1922 setzte parallel zu solch einer Hyperinflation eine rapide Steigerung des nominalen Goldpreises ein.
Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts
Im Januar 1970 notierte der Goldpreis bei 34,83 $. Am 15. August 1971 erklärte der amerikanische Präsident Richard Nixon den Dollar für inkonvertibel. Mit dem Ende der Bindung des Goldes an den Dollar war es mit dem künstlich fixierten Goldpreis von 35 Dollar pro Feinunze vorbei. Im September 1972 hatte Gold diesen Kurs verdoppelt: 68,75 $. Im November 1973 übersprang Gold die 100$-Marke und brauchte dann - im Zuge von Umwälzungen im weltweiten Währungssystem - bis 1978, die 200$-Marke zu erklimmen.

Ende der 70er: Irankrise, Einmarsch in Afghanistan
Nun ging es im Zuge internationaler Krisen für den Goldpreis weiter munter bergauf. Ende 1979 wurde die 500 US-Dollar für die Feinunze durchbrochen und im Januar 1980 notierte in New York ein Höchststand von 873,00 US-Dollar. Dieser Rekord wurde 28 Jahre lang nicht übertroffen.
Von 1982 bis 2001: Gold im Abwärtstrend
Als die internationalen Krisen nicht mehr ganz so in den Fokus traten und die Wirtschaft parallel anzog, sank die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Gold. Der Niedergang der Sowjetunion und damit das Ende des Kalten Krieges tat sein Übriges. Dieser Abwärtstrend stoppte im März 2001 bei 257 US-Dollar.
2001 - 2013 Die große Rallye
Eine immens steigende Staatsverschuldung Nordamerikas wird als Hauptursache für das Anziehen des Goldpreises am Anfang dieses Jahrhunderts angesehen.
2008: Der Schub der Finanzkrise über die 1.000 $ - Grenze
Dies geschah am 13. März 2008.

2011: Höhenflüge
Am 6. September 2011 stieg der Goldpreis an der New Yorker Börse auf ein damaliges Allzeithoch von 1920,65 US-Dollar je Feinunze, in Euro trat der Rekordwert etwas später, am 1. Oktober 2012 mit 1388,62 Euro pro Feinunze in Erscheinung. Investoren waren in Sorge um die Staatsfinanzen zahlreicher Länder, vor allem im Euroraum (Griechenlandkrise etc.).
2013 bis 2015: Stopp des Falls bei 1.000 Dollar
Ab April 2013 fiel das Gold wieder. Ende Dezember 2015 notierte er bei 1.060 US-Dollar je Feinunze. Vermutlich lag der Fall des Goldpreises daran, dass der von einigen Wirschaftsunken vehement angekündigte Verfall des westlichen Wirtschaftssystems nach der Finanzkrise dann doch nicht eingetreten ist ...
2015 bis 2019: Gold im Aufwärts- bzw. Seitwärtstrend
Flüchtlingsströme, Terrorwellen, Corona und die anhaltende Krise in Nahost ließen die Anleger wieder den Weg zum Gold suchen. Aufgrund der mittlerweile langanhaltenden Niedrigzinsphase an den Märkten bietet sich auch im Festgeld- und Anleihemarkt keine wirkliche Alternative. Der Brexit sorgte für einen Extraschub.
2020–2026: Goldpreisentwicklung und Hintergründe
2020: Corona-Schock und neues Allzeithoch
Mit dem weltweiten Ausbruch der COVID-19-Pandemie kam es zu massiven wirtschaftlichen Verwerfungen. Lockdowns, Einbruch der Wirtschaftsleistung und extreme Unsicherheit an den Finanzmärkten führten zu einer starken Flucht in sichere Häfen. Gleichzeitig senkten Notenbanken weltweit die Zinsen auf nahe null und starteten umfangreiche Anleihekaufprogramme.
→ Der Goldpreis stieg stark an und erreichte im August 2020 ein neues nominales Allzeithoch von über 2.000 US-Dollar je Feinunze.
2021: Konsolidierung trotz Inflation
Nach dem pandemiebedingten Schock setzte eine wirtschaftliche Erholung ein. Aktienmärkte liefen stark, was Gold zeitweise weniger attraktiv machte. Zwar zog die Inflation – insbesondere in den USA und Europa – deutlich an, doch rechneten viele Marktteilnehmer zunächst mit einem vorübergehenden Effekt.
→ Der Goldpreis bewegte sich überwiegend seitwärts bzw. leicht abwärts, meist im Bereich 1.700–1.900 US-Dollar.
2022: Ukrainekrieg, Inflation und Zinswende
Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 löste geopolitische Schocks, Energieknappheit und einen weiteren Inflationsschub aus. Gold profitierte kurzfristig stark von der Unsicherheit. Gleichzeitig leitete die US-Notenbank jedoch die aggressivste Zinsanhebungsphase seit Jahrzehnten ein. Steigende Realzinsen und ein starker US-Dollar wirkten belastend.
→ Nach einem erneuten Anstieg bis nahe 2.050 US-Dollar folgte eine deutliche Korrektur.
2023: Stabilisierung unter geldpolitischem Gegenwind
Hohe Leitzinsen, insbesondere in den USA, dämpften die Goldnachfrage aus dem Investmentbereich. Gleichzeitig stützten jedoch anhaltende geopolitische Spannungen (Ukrainekrieg, Nahost) sowie umfangreiche Goldkäufe vieler Zentralbanken – vor allem aus Schwellenländern – den Preis.
→ Gold pendelte überwiegend im Bereich 1.900–2.000 US-Dollar.
2024: Rekorde durch geopolitische Risiken und Schuldenproblematik
Zunehmende geopolitische Eskalationen (Nahost, Spannungen USA–China), wachsende Staatsverschuldung und Zweifel an der langfristigen Stabilität des US-Dollars verstärkten die Nachfrage nach Gold. Zudem wuchs die Erwartung zukünftiger Zinssenkungen.
→ Gold erreichte neue historische Höchststände deutlich über 2.300 US-Dollar je Feinunze.
2025: Anhaltende Stärke bei erhöhter Volatilität
Im Jahr 2025 blieb Gold gefragt. Gründe waren eine Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, strukturell hoher Staatsverschuldung vieler Industrieländer und fortgesetzten Zentralbankkäufen. Gleichzeitig sorgten schwankende Zinserwartungen für deutliche kurzfristige Preisschwankungen.
→ Der Goldpreis bewegte sich auf hohem Niveau, meist zwischen 2.200 und 2.500 US-Dollar. Kletterte dann rasch über 3.000 und knackte im Oktober sogar die Marke von 4.000 Dollar.
2026 (bislang): Gold als strategischer Wertspeicher
Zu Beginn des Jahres 2026 steht Gold weiterhin im Fokus als Absicherung gegen geopolitische Risiken, Währungsabwertung und langfristige Inflationsgefahren. Der Trend zur Diversifikation weg vom US-Dollar in den Währungsreserven vieler Staaten wirkt unterstützend. Die 5.000-Dollar-Marke wurde locker übersprungen. Und gleich darauf ging es deutlich bergab - Kurssprünge, die man vom Gold bisher nicht kannt.
→ Gold notiert weiterhin immer neue historische Höchststände bei verstärkter Volatilität, mit starkem Einfluss von Geldpolitik, geopolitischen Entwicklungen und Realzinsen.
10 Jahres-Entwicklung des Goldpreises je Feinunze in Dollar

Mehr zur Geschichte des Goldes
Die faszinierende Geschichte des Goldes: von der Antike bis heute
Gold, das ewige Symbol für Reichtum und Stabilität, durchzieht wie ein goldener Faden die Geschichte der Menschheit. Es wurde schon vor mehr als 7000 Jahren als Zahlungsmittel verwendet und ist ein Symbol für Macht, Status und Reichtum und hat als Mittel zur Schaffung von Währungen und als Mittel zur Speicherung von Werten gedient. Es ist auch ein Zeichen für Einheit und Solidarität, da es in vielen Kulturen als Symbol des Friedens und des Glücks angesehen wird.
Von den antiken Zivilisationen, die es als göttliches Metall verehrten, über die Goldrausch-Ära, die ganze Gesellschaften transformierte, bis hin zu seiner Rolle in der modernen Wirtschaft und Technologie – Gold hat stets eine Rolle gespielt. Dieser Artikel entführt Sie auf eine spannende Reise durch die Zeiten und zeigt, wie Gold die Wirtschaft, Kultur und Technologie der Welt beeinflusst hat und weiterhin beeinflusst.
Hier weiterlesen: Gold Geschichte

Ausblick auf die weitere Entwicklung (mittel- bis langfristig)
Prognosen wichtiger Marktteilnehmer
🪙 1) Gold erreicht Rekordhöhen – und Analysten sehen mehr Potenzial
- Gold knackte im Januar 2026 erstmals deutlich über 5.500 US-Dollar pro Feinunze – getrieben von geopolitischer Unsicherheit und „Debasement Trade“ (Flucht aus Papierwährungen) sowie Rekordzahlen bei ETF- und physischer Nachfrage, so der World Gold Council.
- J.P. Morgan-Strategist Nikolaos Panigirtzoglou sieht sogar Weitersteigerungen bis in den hohen vierstelligen Bereich (bis etwa 8.000 US-Dollar) in kommenden Jahren, wenn Anleger Kapital von Zinspapieren in Gold umschichten.
- UBS hat ihre Gold-Prognose für 2026 auf ~6.200 US-Dollar gehoben, wobei saisonale und geopolitische Faktoren große Schwankungen mit sich bringen könnten.
- Einige Strategen prognostizieren sogar bis ~10.000 US-Dollar bis Ende des Jahrzehnts, wenn sich Schulden- und Währungsrisiken weiter verstärken.
👉 Diese Zitate machen klar: Der Markt geht nicht nur von einem stabilen Preisniveau aus, sondern eröffnet breit gestreute bullische Szenarien, nicht nur kleine prozentuale Anstiege.
📉 2) Aber es gibt auch Risiken und Korrekturpotenzial
Nicht alle Analysten sind uneingeschränkt bullisch:
- Einige wichtige Prognosen sehen Gold zwischen etwa 4.000 und 5.000 US-Dollar im Jahresverlauf 2026, abhängig von globaler Risikoaversion, realen Zinsen und Marktstimmung.
- Goldpreis.de fasst Bank-Forecasts zusammen: Société Générale, UBS und Goldman Sachs sehen Zielbereiche um 4.600 – 5.000 US-Dollar bis Ende 2026 – also eher moderate Kursanstiege als explosionsartige Zuwächse.
➡️ Auch wenn die Stimmung überwiegend positiv ist, bleibt der Spielraum für Korrekturen erheblich – etwa wenn der Dollar stärker wird oder die Fed die Geldpolitik anders einschätzt.
📊 3) Was die strukturellen Treiber wirklich sagen (bullisch UND nüchtern)
Mehrere institutionelle Quellen nennen ähnliche fundamentale Gründe für eine Fortsetzung des Goldboom-Trends:
Bullishe Treiber
- Zentralbankkäufe bleiben hoch und stützen den Preis langfristig.
- Geopolitische Unsicherheiten (Konflikte, Handelskonflikte, Vertrauensverluste in Währungen) tragen zu sicherer Nachfrage bei.
- Schwächere Realzinsen / Erwartung von Zinssenkungen reduzieren Opportunitätskosten für Gold.
Nüchterne Einschätzung
- Viele Forecasts sehen „nur“ moderate 5–15 % Zuwächse im Jahr 2026, wenn strukturelle Faktoren weiter spielen.
- Einige Experten warnen, dass euphorische Erwartungen übertrieben sein könnten, wenn makroökonomische Daten stärker ausfallen als erwartet.
🧠 4) Was bekannte Investoren sagen
- Peter Schiff, ein bekannter Gold-Bulle, prognostizierte bereits vor Jahren einen Preis weit über 5.000 US-Dollar und sieht die aktuelle Entwicklung bestätigt.
- Jeffrey Gundlach („Bond King“) sieht Gold als Schutz gegen anhaltende Inflation und einen schwächeren Dollar, was ähnliche strukturelle Argumente untermauert.
📌 Konkreter Ausblick
Bullishe Szenarien (hohe Wahrscheinlichkeit)
- Gold hält sich über $5.000–$6.000 im Verlauf von 2026, getrieben durch geopolitische Risikoaversion, Zentralbankkäufe und Anlegerstatus als sicherer Hafen.
- Mittel- bis langfristig könnten $7.000–$8.000 (oder darüber) entstehen, wenn institutionelle Anleger ihre Portfolios umschichten und in Gold stärker allokieren.
Gemäßigte Szenarien (realistisch, ohne Extreme)
- $4.500–$5.200 bis Ende 2026, wenn makroökonomische Bedingungen (Zinsen, Wachstumsdaten, Risikoappetit) stabil bleiben.
- Leichte Rücksetzer auf $4.000 in Zeiten steigender Realzinsen oder fallender Unsicherheit sind möglich.
Risiken & Warnung
- Korrekturphasen bei Risikoappetit oder starkem Dollar nicht ausgeschlossen.
- „Zu viel Euphorie“ kann zu Volatilität führen und kurzfristige Verluste auslösen.
🔎 Fazit
Der Goldmarkt 2026 ist alles andere als langweilig:
➡️ Er bewegt sich in Zonen, die bis vor kurzem als unrealistisch galten (> $5.000).
➡️ Große Banken (UBS, J.P. Morgan) und Fondsstrategen sehen potenziell weiter steigende Preise.
➡️ Gleichzeitig bleibt Raum für Volatilität, Korrekturen und divergierende Erwartungen.
Die wirtschaftlich-wissenschaftliche Perspektive
1. Geldpolitik und Realzinsen als Schlüsselfaktor
Der wichtigste Einflussfaktor bleibt das Niveau der Realzinsen (Nominalzins minus Inflation).
- Sinkende Leitzinsen oder eine Rückkehr zu expansiver Geldpolitik würden Gold stützen, da die Opportunitätskosten der Goldhaltung fallen.
- Bleiben die Realzinsen hingegen dauerhaft positiv und hoch, wirkt dies bremsend auf weitere starke Preisanstiege.
→ Wahrscheinlicher ist mittelfristig ein Umfeld moderater Zinssenkungen, was grundsätzlich goldfreundlich ist.
2. Staatsverschuldung und Vertrauensfrage
Die globale Staatsverschuldung befindet sich auf historischen Höchstständen. Eine nachhaltige Konsolidierung ist politisch schwer durchsetzbar.
- Monetarisierung von Schulden, fiskalische Dominanz und wachsende Haushaltsdefizite untergraben langfristig das Vertrauen in Papierwährungen.
→ Gold profitiert strukturell als wertstabiler Gegenpol zu ungedeckten Währungen.
3. Geopolitik und Fragmentierung der Weltordnung
Die zunehmende Blockbildung (USA/EU vs. China/Russland), regionale Kriege und Handelskonflikte erhöhen die systemische Unsicherheit.
- Gold dient Staaten wie Investoren als geopolitisch neutrales Reserveasset.
→ Diese Entwicklung spricht für dauerhaft erhöhte Nachfrage, insbesondere von Zentralbanken.
4. Zentralbankkäufe als strukturelle Stütze
Seit einigen Jahren kaufen Zentralbanken – vor allem aus Schwellen- und BRICS-Staaten – Gold in ungewöhnlich hohem Umfang.
- Motivation: Diversifikation weg vom US-Dollar und Reduktion politischer Abhängigkeiten.
→ Dies wirkt als Preisboden und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines langanhaltenden Bärenmarktes.
5. Inflation vs. Deflation – asymmetrisches Chancenprofil
- In Inflations- oder Stagflationsszenarien entfaltet Gold traditionell seine größte Stärke.
- In deflationären Phasen kann Gold temporär schwächeln, wird aber häufig durch geldpolitische Gegenmaßnahmen gestützt.
→ Das Chancen-Risiko-Profil ist asymmetrisch zugunsten höherer Preise.
6. Technologische und marktstrukturelle Faktoren
- Minenproduktion wächst nur langsam, neue große Funde sind selten und teuer.
- Förderkosten steigen durch Energiepreise, Umweltauflagen und sinkende Erzgrade.
→ Das Angebot reagiert träge, was Preisspitzen verstärken kann.
Gesamtfazit
Der Goldpreis dürfte künftig volatiler, aber strukturell auf hohem Niveau bleiben. Ein Szenario ausgeprägter, jahrzehntelanger Preisverfälle erscheint angesichts der geopolitischen, fiskalischen und geldpolitischen Rahmenbedingungen wenig plausibel.
Wahrscheinlicher ist:
- Seitwärts- bis Aufwärtstrend mit zyklischen Rücksetzern
- zunehmende Rolle von Gold als strategische Versicherung statt kurzfristigem Krisen-Trade
Gold bleibt damit weniger ein Instrument zur schnellen Rendite, sondern ein Anker in einem instabilen globalen Finanzsystem.
Leserumfrage zum Thema Gold
Wie sehen Sie Gold?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Ich halte Gold im Rahmen eines kleinen Anteils am Gesamtvermögen für eine sinnvolle Beimischung im Anlageportfolio. | 379 Stimmen |
| Für mich ist Gold eine unschlagbare Geldanlage, so sicher wie nichts anderes. | 164 Stimmen |
| Ich lasse die Finger vom Gold: keine Rendite, von schwankendem Wert und leicht zu klauen. | 46 Stimmen |
Wo steht Ihrer Meinung nach der Goldpreis in Dollar pro Feinunze (31,1 g) im Jahre 2030?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Zwischen 2.500 $ und 3.000 $ | 87 Stimmen |
| Zwischen 2.001 und 2.500 $ | 57 Stimmen |
| Zwischen 3.000 $ und 5.000 $ | 50 Stimmen |
| Über 5.000 $ | 38 Stimmen |
| Zwischen 1.501 und 2.000 $ | 23 Stimmen |
| Zwischen 1.001 und 1.500 $ | 9 Stimmen |
| Unter 500 $ | 7 Stimmen |
| Zwischen 500 und 1.000 $ | 4 Stimmen |

Ergänzung oder Frage von Ihnen?
Können Sie etwas zu obigem Beitrag ergänzen? Oder ist eine Frage bei Ihnen unbeantwortet geblieben? Haben Sie einen Fehler gefunden?
Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?
Fehlt etwas im Beitrag? Kannst du etwas beisteuern? Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

Weiterlesen
- In Gold anlegen – unser grundlegender "Ratgeber Gold"
- Ist Gold sinnvoll?
- Wie man Gold verkaufen sollte – Händlertricks, Preise ...
- Wann soll man Gold kaufen? 3 Tipps
- Gold-Geschichte – bedeutende Ereignisse, historische Kursentwicklung
- Goldmünzen oder Goldbarren? Je nachdem ...
- Wie ein Goldsparplan funktioniert
Weitere Beiträge zum Gold
- Wie Gold erkennen?
- Welche Gold-Sorten gibt es? Von Nummern, Karat & Co.
- Geld gegen Gold tauschen
- Altersvorsorge in Gold?
- Ist ein Goldsparplan sinnvoll?
- Wann Gold verkaufen?
- Was Gold kann und was nicht
- Wo Gold kaufen? Zuverlässige Bezugsquellen
Die faszinierende Geschichte des Goldes: von der Antike bis heute
Gold, das ewige Symbol für Reichtum und Stabilität, durchzieht wie ein goldener Faden die Geschichte der Menschheit. Es wurde schon vor mehr als 7000 Jahren als Zahlungsmittel verwendet und ist ein Symbol für Macht, Status und Reichtum und hat als Mittel zur Schaffung von Währungen und als Mittel zur Speicherung von Werten gedient. Es ist auch ein Zeichen für Einheit und Solidarität, da es in vielen Kulturen als Symbol des Friedens und des Glücks angesehen wird.
Von den antiken Zivilisationen, die es als göttliches Metall verehrten, über die Goldrausch-Ära, die ganze Gesellschaften transformierte, bis hin zu seiner Rolle in der modernen Wirtschaft und Technologie – Gold hat stets eine Rolle gespielt. Dieser Artikel entführt Sie auf eine spannende Reise durch die Zeiten und zeigt, wie Gold die Wirtschaft, Kultur und Technologie der Welt beeinflusst hat und weiterhin beeinflusst.
Hier weiterlesen: Gold Geschichte
Goldanlage in der heutigen Zeit: Ist es (noch) sinnvoll?
In einer Welt, die sich ständig wandelt und wo wirtschaftliche Unsicherheiten an der Tagesordnung sind, stellt sich für viele die Frage: Wie kann ich mein Vermögen am besten schützen und vermehren? Gold, seit Jahrtausenden ein Symbol für Reichtum und Sicherheit, steht oft im Zentrum dieser Überlegungen. Doch ist eine Anlage in Gold heutzutage tatsächlich sinnvoll? Dieser Artikel beleuchtet die facettenreiche Natur der Goldinvestition, von der historischen Bedeutung über moderne Anlagestrategien bis hin zu den Herausforderungen und Chancen, die sich aus den aktuellen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen ergeben. Erfahren Sie hier, ob Gold als Anlageform Ihren persönlichen und finanziellen Zielen entsprechen könnte.
Hier weiterlesen: Goldanlage sinnvoll?
Gold bei einer Scheideanstalt verkaufen
Goldverkauf bei einer Scheideanstalt – Leitfaden für den informierten Verkäufer
Dieser Artikel dient als Leitfaden für jeden, der daran interessiert ist, Gold in einer Scheideanstalt zu verkaufen. Dabei liefern wir auch Hintergrundinformationen: Von der Technologie hinter der Metallscheidung bis hin zu den globalen und rechtlichen Kontexten – wir decken viele Aspekte ab, die von Interesse sind. So sind Sie bestens vorbereitet, wenn Sie sich entscheiden, diesen Schritt zu gehen.
Hier weiterlesen: Gold bei einer Scheideanstalt verkaufen
Welche Gold-Sorten gibt es? Von Nummern, Farben, Karat & Co.
Nummern, Legierungen und die Antwort auf die Frage: In welches Gold soll ich investieren?
Gold fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden – doch Gold ist nicht gleich Gold. Die Vielfalt an Legierungen, Feingehalten und Farben kann selbst Kenner ins Grübeln bringen. Dieser Artikel beleuchtet die unterschiedlichen Goldsorten, erklärt die Bedeutung von Karat und Feingehaltszahlen und gibt wertvolle Tipps für Investoren und Schmuckliebhaber. Tauchen Sie ein in die schillernde Welt des Goldes und erfahren Sie, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.
► Was hat es mit Begriffen wie „14 Karat“, "999er" oder "Thaigold" genau auf sich und worin unterscheiden sich die einzelnen Goldsorten? ► In welche Goldart sollte man idealerweise investieren? ► Welchen Schmuck kaufen? ► Welche Barren? ► Welche Münzen? ► Antworten hier.
Wie Gold erkennen? Zuhause und beim Kauf
Wie Gold erkennen? Zuhause oder beim Kauf Gold richtig prüfen
Gold fasziniert seit jeher – nicht nur wegen seines schimmernden Glanzes, sondern auch als geerdete Anlageform, die in unsicheren Zeiten oft zur stabilen Zuflucht wird. Damit Sie nicht nur den Wert, sondern auch die Echtheit deines Edelmetalls sicher einschätzen können, bekommen Sie hier einen praxisnahen Leitfaden: Sie lernen, wie Sie Gold erkennen – mit einfachen Heimtests, aber auch mit dem Wissen, wann die Profis ranmüssen.
Hier weiterlesen: Wie Gold erkennen? Zuhause und beim Kauf


