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Die Rentenformel: So berechnen Sie Ihre gesetzliche Rente

Auch wenn sie allein im Alter nicht ausreicht: Die gesetzliche Rente ist für viele ein wesentlicher Baustein der Altersvorsorge. Doch wie wird die Höhe der Rente eigentlich errechnet? Die Antwort kommt hier.

Fester Platz im Drei-Säulen-Modell

Durch den demografischen Wandel und die Rentenlücke reicht die gesetzliche Rente im Rentenalter in den seltensten Fällen, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Dennoch ist sie zentraler Bestandteil des Drei Säulen-Säulen-Modells, das für eine bestmögliche Absicherung im Alter steht:

  • Die erste Säule stellt die Basisabsicherung dar. Bestandteile sind die gesetzliche Rente, berufsständische Versorgungswerke und Rürup-Rente.
  • Zur zweiten Säule gehören sämtliche förderungswürdigen Vorsorgemaßnahmen, darunter die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und die Riester-Rente.
  • Die dritte Säule umfasst die privaten Vorsorgemaßnahmen, die nicht vom Staat gefördert werden. Dazu zählen die privaten Renten- und Lebensversicherungen sowie Fondssparpläne.

Gerade bei Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge und der konkreten Auswahl eines Finanzprodukts für die private Altersvorsorge sind viele Verbraucher überfordert. Renommierte Finanzberatungen wie Swiss Life Select arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz in der Beratung, die Berater von Swiss Life Select beispielsweise entwickeln abgestimmt auf die spezielle Lebenssituation eines Kunden einen individuellen Finanzplan.

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Die Formel für die Altersrente

Zurück zur Frage, wie sich die Höhe der gesetzlichen Rente berechnet. Die Rentenformel sieht folgendermaßen aus:

monatliche Höhe der Rente = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor.

Klingt kompliziert? Wir erklären es.

Die Entgeltpunkte spiegeln das Verhältnis zwischen dem individuellen Gehalt eines Arbeitnehmers und dem Durchschnittseinkommen in Deutschland wider. Verdient der zukünftige Rentenempfänger genau so viel wie der Durchschnitt, erhält er pro Erwerbsjahr einen Entgeltpunkt. Wenn er doppelt so viel verdient, werden ihm zwei Entgeltpunkte gutgeschrieben. Verdient er nur die Hälfte, bekommt er einen halben Punkt. Das Durchschnittseinkommen wird für jedes Jahr von der deutschen Rentenversicherung neu berechnet.

Der Zugangsfaktor richtet sich nach dem Alter des Versicherten zu Beginn des Rentenbezugs. Er hat den Wert eins, wenn der zukünftige Rentenempfänger bis zum offiziellen Renteneintrittsalter berufstätig ist. Arbeitet er länger, erhöht sich der Faktor – und damit auch die Rente. Geht der Rentenempfänger früher in Rente, sinkt der Wert – und damit auch die Höhe der Rente.

Der aktuelle Rentenwert ist der Eurobetrag, den der Rentenempfänger für einen Entgeltpunkt als monatliche Rente erhält. Der Rentenwert wird wie das Durchschnittsentgelt jährlich angepasst. Im Jahr 2017 betrug er 31,03 Euro. In den neuen Bundesländern ist der Wert etwas niedriger als in den alten.

Abhängig von der Art der Rente werden dem Rentenkonto weitere Punkte gutgeschrieben. Sie sind als Rentenartfaktor definiert. Bei Renteneintritt zum offiziellen Renteneintrittsalter beträgt der Wert 1,0. Bei einem Renteneintritt aus anderen Gründen ändert sich der Wert, bei vorzeitigem Renteneintritts wegen teilweiser Erwerbsminderung beispielsweise beträgt der Faktor 0,5.

 

Ein kleines Rechenbeispiel zur Veranschaulichung

Ein Arbeitnehmer hat 34 Jahre lang gearbeitet und immer genau das Durchschnittseinkommen verdient, er hat somit 34 Entgeltpunkte angesammelt. Da er bis zum Renteneintrittsalter gearbeitet hat, kommt der Zugangsfaktor 1,0 zum Tragen. Der Rentenartfaktor beträgt ebenfalls 1,0. Der geltende Rentenwert beträgt 34,19 Euro.

34 Entgeltpunkte x Zugangsfaktor 1,0 x Rentenartfaktor 1,0 x Rentenwert 34,19 = 1162,46 Euro monatliche Altersrente.

Die Grundrente

Grundrente in aller Kürze

  • Start
    Die Grundrente gibt es seit dem 1. Januar 2021. Bis Ende 2022 solle alle Bestandsrentner überprüft sein.
  • Ziel
    Rentnern, die lange gearbeitet haben, aber unterdurchschnittlich eingezahlt haben, einen Zuschlag zur Rente zu zahlen.
  • Voraussetzung für volle Grundrente
    Mindestens 35 Jahre Grundrentenzeiten. Hierzu zählen vornehmlich Jahre der Beschäftigung aber auch Zeiten der Kindererziehung, Pflege und andere, in denen „die Beitragsleistung an die Rentenkasse mindestens 0,025 Entgeltpunkten pro Monat entspricht“.
  • Höhe der Zuzahlung
    Wenn anspruchsberechtigt werden die Entgeltpunkte auf max. 0,8 Punkte pro Jahr verdoppelt – für maximal 35 Jahre. Dieser Wert wird danach um 12,5 % gekürzt. Einnahmen über dem Freibetrag von 1.250 € (Paare: 1.950 €) werden zu 60 % angerechnet.
  • Berechnungsbeispiel der Rentenversicherung
    Verkäuferin, 40 Jahre Arbeit x 0,75 Entgeltpunkte x 34,19 Euro (Rentenwert West) = ca. 1.026 Euro Rente
    Zuschlag von 0,05 Entgeltpunkten, der um 12,5 Prozent gekürzt wird (= 0,0438 Entgeltpunkte). Dieser Zuschlag von 0,0438 Entgeltpunkten wird für 35 Jahre mit dem aktuellen Rentenwert West berechnet: 35 Jahre x 0,0438 Entgeltpunkte x 34,19 Euro = rund 52 Euro Grundrentenzuschlag zur Rente
    Neue Rente: 1.078 Euro

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Rentenrechner

Nutzen Sie alternativ den folgenden Rentenrechner zur Ermittlung Ihrer gesetzlichen Rente:

© Rente Rechner by brutto-netto-rechner.info.

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Der nächste Schritt

Versorgungslücke berechnen

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Versorgungslücke im Alter berechnen und schließen | Gratis-Rechner

Bevor wir uns mit Strategien der Altersvorsorge beschäftigen, sollten wir als Erstes festlegen, wie viel wir inflationsbereinigt im Alter zur Verfügung haben wollen. Der nachfolgende Rechner erledigt dies für Sie und berechnet Ihnen auch gleich noch Ihre Versorgungslücke mit.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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