Rechner GeldscheineWer die staatliche Förderung eines Riester-Vertrages erhalten möchte - anders macht ein Riester-Vertrag auch kaum Sinn - muss auch einen Mindesteigenbeitrag in diesen Vertrag einzahlen, sprich vom eigenen Verdienst etwas in den Vertrag einsparen. Stellen Sie diesen Mindesteigenbeitrag auf jeden Fall sicher! Ansonsten droht die Rückzahlung der Förderung. Wir zeigen, wie Sie Ihren persönlichen Mindesteigenbeitrag berechnen.

Grundsätzlich ...

müssen Sie 4 Prozent Ihrer maßgeblichen Vorjahreseinnahmen abzüglich der Zulage in den von Ihnen gewählten Riester-Vertrag einzahlen, um den Erhalt der vollen Förderung sicherzustellen.

 
 

Was sind die "maßgeblichen Vorjahreseinnahmen"

Es handelt sich hierbei um das rentenversicherungspflichtige Einkommen des Vorjahres. Dieses finden Sie in Ihrer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres in Zeile 1. Erläuterungen zu Spezialfällen finden sich weiter unten.

Obere Grenze des Mindesteigenbeitrages

Der Mindesteigenbeitrag ist seit 2008 nach oben auf 2.100 Euro (Eigenbeitrag und Zulage zusammengerechnet) begrenzt.

Wie werden die Zulagen vom Mindesteigenbeitrag abgezogen?

  • Nehmen wir an, Sie verdienten im Vorjahr 40.000 Euro rentenversicherungspflichtiges Einkommen und werden zudem für zwei Kinder, die nach 2008 geboren sind, gefördert.
  • Vier Prozent Ihres Einkommens betragen 1.600 Euro.
  • Sie erhalten als Förderung pro Jahr 154.- Euro für sich selbst und 600.- Euro für die Kinder, zusammen 754.- Euro. Diesen Betrag dürfen Sie von den "4 Prozent" abziehen, also 1.600 Euro minus 754.- Euro ergeben einen Mindesteigenbeitrag von 846.- Euro.
  • Diesen 846.- Euro müssen Sie aus eigener Tasche in den Riestervertrag einzahlen.

Hier finden Sie einen Rechner, der Ihnen Ihren Mindesteigenbeitrag berechnet.

Und was heißt Sockelbetrag?

Ab 1.1.2005 beträgt der Sockelbetrag einheitlich EUR 60. Diese 60.- Euro müssen Sie immer bezahlen, auch wenn Sie so ein kleines Einkommen haben, dass Sie nach Abzug der Förderung eigentlich gar keinen Mindesteigenbeitrag leisten müssten.

Achten Sie also darauf, dass Sie diesen Sockelbetrag immer einzahlen!

Natürlich gilt:

Sie können auch mehr als den Mindesteigenbeitrag in Ihren Riester-Vertrag einzahlen. Dadurch erhalten Sie jedoch keine höheren Zulagen, aber Sie erhöhen Ihre zukünftige Rente aus diesem Vertrag.

 
 

Spezialfälle

Sie erhalten volle Erwerbsminderungsrente

Der jährliche Mindesteigenbeitrag errechnet sich dann aus dem Jahresbetrag der Bruttorente vor Abzug der einbehaltenen Beitragsanteile zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Als Empfänger von Entgeltersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld

In der gesetzlichen Rentenversicherung werden für bestimmte pflichtversicherte Personen abweichend vom tatsächlich erzielten Entgelt oder von der Entgeltersatzleistung andere Beträge als beitragspflichtige Einnahmen berücksichtigt.

In diesen Fällen ist zur Berechnung des Mindesteigenbeitrages Ihr tatsächlich erzieltes Entgelt oder der Betrag der Entgeltersatzleistung zugrunde zu legen, wenn Ihre beitragspflichtigen Einnahmen hierdurch höher sind. Tipp: Zahlen Sie lieber ein paar Euro mehr und seien Sie auf der sicheren Seite, als später Förderungsrückzahlung leisten zu müssen.

Quelle: Hinweise zum Mindesteigenbeitrag des Bundes

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Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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