student laptop schreibtisch d

Private Vorsorge für Studenten: Je früher, desto besser | Rechenbeispiele | richtig anlegen

Erstsemester konzentrieren sich aufs Lernen und genießen die Freiheiten des Studi-Lebens. Wenn sie sich dazu auch Gedanken um ihre private Altersvorsorge machen, sind sie für die Zeit nach dem Berufsleben klar im Vorteil.

 
 

"Auf Sparen folgt Haben."

Deutsches Sprichwort

Punkt 1

Eine zusätzliche Absicherung ist notwendig

Warum sollten Studierende privat vorsorgen? Ganz einfach – weil der demografische Wandel auch an ihnen nicht vorbeigeht. Wer heute mit Diplom oder Master in der Tasche ins Berufsleben startet, kann nicht mehr davon ausgehen, dass er im Alter allein mit der gesetzlichen Rente über die Runden kommt. Der Grund: Es wird im Laufe der nächsten Jahrzehnte immer mehr ältere Menschen geben, die Rente beziehen – und immer weniger junge, die dafür in den Rententopf einzahlen.

Ein weiteres Argument für die private Vorsorge ist die Tatsache, dass ein Studium den Eintritt ins Berufsleben um mehrere Jahre nach hinten verschiebt – Jahre, in denen nicht regelmäßig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird.

Dazu kommt ein weiteres Problem: die Renten- oder Versorgungslücke. Sie ist die Kluft zwischen dem letzten Nettogehalt und der ersten Rentenzahlung, die schnell ein paar hundert Euro zuungunsten des Rentenversicherten ausmachen kann.

Siehe dazu den folgenden Artikel:

Versorgungslücke berechnen

alter was fehlt 564

Versorgungslücke im Alter berechnen und schließen | Gratis-Rechner

Bevor wir uns mit Strategien der Altersvorsorge beschäftigen, sollten wir als Erstes festlegen, wie viel wir inflationsbereinigt im Alter zur Verfügung haben wollen. Der nachfolgende Rechner erledigt dies für Sie und berechnet Ihnen auch gleich noch Ihre Versorgungslücke mit.

Punkt 2

"Einen Teil sollst du verbrauchen. Einen Teil sollst du ausgeben. Einen Teil sollst du sparen."

Iranisches Sprichwort

Kleine Beträge summieren sich langfristig

Die meisten Studenten haben ein niedriges Einkommen: Sie finanzieren ihr Studium durch Jobs in den Semesterferien, BAföG, Zuwendungen ihrer Eltern oder Nebenjobs während der Vorlesungszeiten. Das Budget für die private Altersvorsorge ist daher klein. Es ist aber sinnvoll, selbst geringe Beträge wie etwa 20 Euro pro Monat in eine private Vorsorgeform zu investieren – auch eine unregelmäßige Rücklage ist besser als gar keine.

Grund hierfür ist der Zinseszins: Zinserträge werden direkt wieder dem Anfangskapital zugeschrieben, was im Zeitverlauf die Gesamtrendite einer Geldanlage erhöht. Je länger der Zinseszins arbeiten kann, desto größer ist der Effekt.

Kurz erläutert: Zinseszins

Der Zinseszinseffekt ist der Freund des langfristigen Sparers. Aus einer Anlage von 10.000 Euro zu 6 % werden nach 10 Jahren 17.908 €, nach 40 Jahren wären es schon 102.857 €.

Noch eindrücklicher wird es, wenn Sie 100 € monatlich zu 4 % anlegen. Nach 10 Jahren haben Sie 16.470 € – nach 40 Jahren wären es schon gut 200.000 €. Darum raten alle Experten, so früh wie möglich mit der Privatvorsorge zu beginnen. Wer bereits als Student seinen Obolus geschickt (z. B. mit ETF) zur Seite legt, muss sich um seine Rente keine Gedanken mehr machen. Unser Tipp: Dieses Gefühl werden Sie vor allem in späteren Jahren sehr zu schätzen wissen!

Wenn Sie mögen, spielen Sie mit dem Ansparrechner eigene Berechnungen durch:

Wahlweise kann eine einmalige Einzahlung mit einer monatlichen Sparrate beliebig kombiniert werden. Monatliche Sparrate oder Einmaleinzahlungen können auch bei 0 belassen werden.

Bitte Ihre Daten eingeben
?!
 Einmalanlage am Anfang
 €
?!
 Monatlicher Sparbetrag

?!
 Angenommene Wertsteigerung pro Jahr
%
?!
 Laufzeit in Jahren
Jahre
 
 
Ergebnisse
Gesamtbetrag am Ende 0,00 €
Das Ergebnis setzt sich zusammen aus:
Die Einmalanlage am Anfang wurde zu 0,00 €
Gesamteinzahlung der monatlichen Sparrate 0,00 €
Diese monatliche Sparsumme wurde zu 0,00 €
Alle Angaben ohne Gewähr! Die Berechnungen können von denen der Banken abweichen.

Möchten Sie diesen Rechner für ihre eigene Website? Ganz kostenlos? Gerne! Hier geht es zu den Infos.

 

Punkt 3

Investmentfonds zur Geldanlage nutzen

Doch wie investieren? Da Sparbücher, Tagesgeldkonten und Lebensversicherungen durch die langjährige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank keine attraktiven Anlageformen mehr darstellen, setzen viele Verbraucher auf Investmentfonds, die Finanzdienstleister wie die tecis Finanzdienstleistungen AG, MLP und die Deutsche Vermögensberatung verstärkt im Angebot haben.

tecis, eine Tochtergesellschaft von Swiss Life Deutschland, weist beispielsweise auf seiner Website darauf hin, dass bei Investmentfonds der Zeitfaktor der Investition ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Sowohl tecis als auch MLP sprechen mit ihren Vorsorgeprodukten deshalb vermehrt junge Menschen an – wie zum Beispiel Studenten.

Mehr zum Thema ETF im folgenden Beitrag:

Anlagestrategie Geldanlage in ETF bzw. Indexfonds

muenzstapel uhr 564

Ein ETF bzw. börsennotierter Indexfonds will in seiner Zusammensetzung die Wertentwicklung eines Börsenindexes nachbilden. Die Managementleistung der Fondsmanager ist damit in der Regel nicht sonderlich aufwendig, was sich in günstigeren Konditionen widerspiegelt. Die jährlichen Gebühren liegen zwischen 0,2 und 0,5 % der Anlagesumme, meist wird kein Ausgabeaufschlag erhoben.

Ein kleiner Nachteil von Indexfonds liegt darin, dass keine Wertsteigerung wie bei manchen (wenigen) Einzelwerten potentiell möglich wäre. Es gibt die Fondsart seit dem Jahr 2000.

In diesem Artikel finden Sie Indexfonds grundsätzlich erläutert, sicherheitsrelevante Auswahlkriterien, Aufteilungsstrategien, Fondsempfehlungen und kostengünstige Anlagemöglichkeiten.

Punkt 4

Bücher zum Thema Private Vorsorge

Punkt 5

Siehe auch

Welche Versicherungen brauchen Studenten wirklich? Vor allem 3 ...

welche versicherung studenten 3 564

Viele Fragen gehen einem als Student durch den Kopf: Wie finde ich eine bezahlbare Wohnung? Welche Kurse sollte ich in meinem Fach belegen? Wo steigt nächstes Wochenende die beste WG-Party? Doch eine Sache wird gerne vernachlässigt: Viele Studenten besitzen keine einzige eigene Versicherung, obwohl dies durchaus zu empfehlen wäre. Wir erklären Ihnen, welche drei Absicherungen Sie als Student wirklich brauchen und welche im Einzelfall nützlich, aber kein Muss sind.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

pfeil runter

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, speichern wir Ihre E-Mail-Adresse und senden Ihnen diesen regelmäßig zu. Beim Öffnen der E-Mail und Anklicken der Links erfolgen statistische Erhebungen. Details dazu finden Sie im Punkt "Newsletter" unserer Datenschutzerklärung. Mit dem Abonnieren erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

(Die Abmeldung ist jederzeit möglich, z. B. mit einem Link unten in jedem Newsletter.)