Geldanlage in schwierigen Zeiten

In der heutigen Zeit eine lukrative Geldanlage zu finden, gilt als große Herausforderung. Zinsen auf Sparguthaben, Tages- oder Festgeldern gehören längst der Vergangenheit an. Zudem findet sich kaum mehr ein Kreditinstitut, welches nicht bereits angefangen hat, die Einlagen ihrer Kunden zumindest ab einer bestimmten Höhe mit sogenannten Verwahrentgelten zu belegen.

Dies ist aber lediglich ein euphemistischer Begriff dafür, dass die Sparer für ihr Vermögen, das sie bei einer Bank deponieren möchten, nicht nur keine Zinsen erhalten, sondern sogar noch welche bezahlen. In Kombination mit einer ungewöhnlich hohen Inflationsrate ist eine Ära eingeleitet worden, in der die Geldvermögen der Menschen schneller schmelzen als Schnee in der Frühlingssonne.

Doch auch in schwierigen Zeit gibt es Möglichkeiten, sich der Geldvernichtung durch Inflation und Co. zu entziehen. ► Chancen am Anlagemarkt ► Was ist mit Bitcoin? ► Jetzt in ETF einsteigen? ► Aktien ► Gold

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Inhaltsverzeichnis aus-/einklappen

Punkt 1 

1. Investition in Bitcoins?

Kryptowährungen wie der Bitcoin verzeichnen in den letzten Jahren eine wachsende Anhängerschaft. Eine hilfreiche Anleitung, um in wenigen Minuten Bitcoin zu kaufen gibt es auf depotstudent.de. Der Erwerb von Bitcoins im Speziellen und von Kryptowährungen im Allgemeinen ist jedoch mit hohen Risiken verbunden und eignet sich daher nur für extrem spekulative Anleger.

Doch selbst wer bereit ist, diese Risiken einzugehen, sollte nur einen überschaubaren Teil seines Gesamtvermögens dafür einsetzen, denn die Möglichkeit immenser Verluste ist bei dieser Anlageform immer einzukalkulieren. Als größte Gefahr für den Wert des Bitcoins gilt die Möglichkeit von staatlichen Regulierungen oder sogar partiellen Verboten. Denn letztlich sind Kryptowährungen Konkurrenzprodukte für das staatliche Finanzsystem und einige Staaten beginnen bereits, sich dagegen zu wehren.

Beitrag: Wie den Bitcoin handeln?

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Wie Bitcoin handeln (kaufen und verkaufen)? So gelingt der Einstieg

Die Kryptowährung Bitcoin ist bereits seit längerer Zeit ein bestimmendes Thema im Internet. Das digitale Zahlungsmittel galt zu seiner Anfangszeit als das absolute Investment der Zukunft mit enorm hohen Gewinnspannen, doch mittlerweile hat sich der anfängliche Trend etabliert. In vielen Ländern dieser Erde ist der Bitcoin bereits ein anerkanntes Zahlungsmittel, sodass der Einstieg in die Kryptowährung für nahezu jeden Menschen mittlerweile interessant sein dürfte.

Die Frage, mit welcher sich jedoch Neueinsteiger beschäftigen sollten, geht in die Richtung des praktischen Ablaufs: Wie kann ich Bitcoins kaufen und verkaufen? Aufbewahren und damit bezahlen? Hier finden Sie die Antworten.

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Punkt 2

2. Aktienfonds und ETFs!

Die Anlage in Aktien gilt seit vielen Jahren als langfristig extrem erfolgversprechend. Mit jährlichen Renditen zwischen sechs und acht Prozent zu kalkulieren, ist eine realistische Betrachtungsweise.

Gerade für Laien auf dem Gebiet der Wertpapieranlage empfiehlt sich aber zunächst eine sehr breite Risikostreuung. Diese kann am einfachsten mithilfe von Aktienfonds erreicht werden. Denn diese enthalten viele verschiedene Aktientitel, die entweder durch ein aktives Fondsmanagement zusammengestellt und verwaltet werden oder im Falle von ETFs lediglich einen bestimmten Aktienindex wie den DAX oder den Dow Jones abbilden.

Aufgrund des höheren Aufwands sind die Kosten von Aktienfonds gegenüber denen von ETFs deutlich höher und knabbern somit erheblich mehr an der Rendite. Obwohl es das Ziel von aktiv gemanagten Aktienfonds ist, den Index zu schlagen, wird dieses längst nicht so häufig erreicht, wie es aufgrund der Kostenstruktur eigentlich wünschenswert wäre.

Daher geht die Tendenz der Anleger in letzter Zeit eher zu ETFs. Doch egal, für welche Variante der Anleger sich entscheidet, um ein Investment in Aktien kommt in der aktuellen Situation kaum jemand herum, der der kontinuierlichen Entwertung seines Vermögens nicht tatenlos zusehen möchte.

Beitrag: Wie ETF auswählen?

Mit ETFs Chancen nutzen, Risiken und Kosten begrenzen

Wie wähle ich einen passenden ETF aus? Die Top-Auswahlkriterien

Wer in sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld investiert, hat heutzutage grundsätzlich keinen Grund zum Jubeln. Die Zinssätze bleiben deutlich hinter der Inflationsrate zurück, sodass das Vermögen schließlich an realer Kaufkraft verliert. Höhere Renditen lassen sich nur erzielen, wenn der Anleger bereit ist, Risiken einzugehen.

Eine geschickte Anlagestrategie mithilfe von ETFs (Exchange Traded Funds) macht solche Risiken kalkulierbar und spart Kosten. Wir erläutern, welche Kriterien bei der Auswahl eines ETF beachtet werden sollten.

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Beitrag: Broker für den ETF-Sparplan

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Welcher Broker eignet sich besonders für einen ETF-Sparplan?

Die Fondsart ETF ist in aller Munde. Von Finanztest bis Finanztipp empfehlen alle unisono die Geldanlage in die ungemanagten Indexfonds, die mit geringen Kosten punkten. Doch bei welchen Broker kaufe ich am besten ETF? Wer bietet mir welchen Sparplan? Wir beleuchten die aktuellen Angebote.

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Punkt 3

3. Anlage in Gold?

Gold gilt seit jeher als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Denn auch, wenn Gold keinen regelmäßigen Zins abwirft und durchaus gewissen Schwankungen unterworfen ist, gilt es als wertstabil in schwierigen Zeiten.

Die dauerhafte Nachfrage der Schmuckindustrie sorgt zudem für eine stabile Wertentwicklung. Man muss auch wissen, dass die größte Menge des verfügbaren Goldes auf der Erde bereits gefördert ist.

Goldmenge weltweit

Der globale Goldwürfel

goldwuerfel diamanten g 1000

Kantenlänge weltweiter Goldwürfel: 21,80 Meter

  • Im Jahre 2020 beträgt das Gewicht alles jemals geförderten Goldes zusammen knapp 198.000 Tonnen. Das ist natürlich nur eine Schätzung.
  • 19,3 Tonnen Gold haben ein Volumen von 1 m3. 198.000 Tonnen entsprechend ein Volumen von 10.259 m3.
  • 10.259 m3 entspricht dem Volumen eines Würfels mit gleichlangen Kanten der Länge 21,80 Meter (3. Wurzel aus 10.259).

Stellen Sie sich also einen gelben Betonklotz von gut 20 Meter Höhe und Breite vor. So viel Gold findet sich unter uns Menschen auf der ganzen Welt. Irgendwie überschaubar, nicht wahr?

Die weltweite Verteilung des Goldes

  • Die weltgrößten Goldbestände besitzen die USA (im Jahr 2020 gut 8.000 Tonnen), gefolgt von Deutschland (rund 3.300 Tonnen) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF, rund 2.800 Tonnen).
  • Im Jahr 2010 befanden sich circa 4.000 Tonnen Gold in Form von physischem Gold (Barren, Münzen ...) im Besitz deutscher Privatpersonen.
  • Der größte Teil des Goldes der USA lagert im Keller der Federal Reserve Bank of New York in Manhattan. Dort findet sich das mit 550.000 Barren größte Goldlager der Welt.
  • Die weltweit in allen Banken zusammen gelagerte Goldmenge beläuft sich momentan auf ungefähr 30.000 Tonnen. Dieser Wert war zu Zeiten des Goldstandards schon höher.
  • Klar ist: Die bei weitem größten Goldbestände befinden sich in privatem Besitz. Es wird geschätzt, dass allein in Indien etwa 20.000 Tonnen Gold in privatem Vermögen sind.

Verwendung des Goldes

Global werden 70 % des Goldes durch Juweliere verarbeitet, 11 % werden in Industrie, vor allem in der Elektronik, und Medizin, insbesondere in der Zahnheilkunde, verbraucht und 13 % werden durch Banken und Privatanleger für monetäre Zwecke in Form von Münzen und Barren verwendet.

Durch die permanente Nachfrage und das begrenzte Angebot ist ein langfristiger Wertzuwachs des Edelmetalls (fast!) schon garantiert. Allerdings ist der Preis für die Feinunze Gold derzeit am Höchststand, sodass es sich möglicherweise als sinnvoller erweisen könnte, noch die ein oder andere Preiskorrektur abzuwarten.

Gold-Höchststände
in Dollar
US-Dollar /
Feinunze
erstmals
erreicht
100 14. Mai 1973
300 6. Juli 1979
500 19. Dezember 1979
1.000 13. März 2008
1.500 19. April 2011
2.000 4. August 2020
Gold-Allzeithoch
2048 5. August 2020

1 Feinunze = 31,1034768 Gramm 
Quelle: Wikipedia

Eine Unze Gold - 1 Monat in USD
Goldkurs in Dollar USD, 1 Monat

Die aktuelle Goldlage

Beurteilung der aktuellen Lage an den Börsen

Trotz anhaltend hoher Inflation und gestiegenen Leitzinsen drängt es die Börsenkurse nach oben. Dies deutet darauf hin, dass die Stimmung im Markt grundsätzlich positiv ist.

Wie werden sich die Aktienkurse in den nächsten Monaten entwickeln? Das kann man nicht wissen, aber wir können schauen, wie der aktuelle Stand im langjährigen Vergleich zu bewerten ist.

Ich orientiere mich bei der Einschätzung gerne am KGV, dem Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien eines Indexes. Beispiel S&P500. Der 25-jährige Durchschnitt des KGV liegt bei um die 16. Kurz nach der Finanzkrise 2008 fiel der Kurs des S&P500 so tief, dass wir kurzfristig ein KGV von unter 10 beobachten konnten. In 2021 hingegen war der Wert auf deutlich über 30 geklettert.

Im Zuge der jetzigen Kursrückgänge war das KGV beim S&P500 im Juni/Juli 2022 schon auf unter 18 gefallen. Momentan beobachten wir ein S&P 500-KGV (vom 5.11.2022) von 20,7  bei einem S&P 500-Stand von 3.970 (Höchststand 4.818). Also über dem langjährigen Durchschnitt, der Markt kann als bullish bezeichnet werden.

Das Dax-KGV vom 22.11.2022 beträgt 13,49 (bei einem Dax-Stand von  14.370) - hier ist die Bewertung auch optimistisch, aber etwas verhaltener.

Fazit: Es kann wieder nach unten gehen (vor allem, wenn die Festgeld- und Anleihezinsen wieder steigen; und dann ist da ja noch der Krieg), die jetzigen Kurse sind aber auch nicht völlig überhöht.

  • ETF- und Aktienanleger
    Breit streuende ETF im Depot? Dann besteht kein Handlungsbedarf. Sitzen Sie die Turbulenzen einfach aus. Sparpläne würde ich weiterlaufen lassen. Bei speziellen Fonds, die auf nicht mehr funktionierende Geschäftsideen setzen, könnte ein konsequenter Verkauf sinnvoll sein.
  • Mit größeren Neuinvestitionen halte ich mich momentan zwar zurück und warte eine Korrektur des Marktes ab. Allerdings verweigert sich der Markt trotz hin und wieder auftretender schlechter Nachrichten (hohe Inflation, Virusmutanten, politische Probleme ...), nachhaltig einmal abzusinken. Es ist viel freies Geld im Markt, das auf Anlage drängt ... Von daher kann es durchaus sinnvoll sein, auch jetzt schon größere Einmalanlagen in breit streuende Fonds vorzunehmen.
  • ETF-Investoren raten wir stets, fünf Jahre vor dem Zeitpunkt, wenn das Geld benötigt wird, die Börsenlage anzuschauen. Ist die Börse hoch, sollte man verkaufen und das freigewordene Geld für die Restzeit in festverzinsliche Anlagen umschichten. Momentan ist die Börse tief. Ich würde darum vor dem Verkauf auf eine Erholung der Kurse warten, wenn man das Geld noch einige Jahre nicht benötigt.
  • Wer einen Anlagehorizont von 15 Jahren im Blick hat, ist stets mit Gewinn aus der Börse ausgestiegen. Das galt jedenfalls bisher. Ob die Corona-Krise etwas daran ändert, kann momentan keiner beantworten. Anhaltspunkte gibt es dafür keine.
  • ETF-Sparplananleger
    Müssen – wie gesagt – jetzt nichts ändern. Sie können an Ihrem Sparplan festhalten, wenn dieser noch einige Jahre weiterlaufen soll.

Kursdaten von GOYAX.de

 

  • Gold
    Die Ukraine-Krise schob den Goldkurs nach oben. In Euro wurden sogar neue Allzeit-Hochs notiert. Bisher stammten die Dollar-Höchstkurse von Mitte 2020 (6.8.2020: 2.063,01 $ bzw. 1.737,28 € ). Der Höchststand in Euro war im Frühjahr 2022 mit 1.880,75 EUR zu sehen. Momentan beobachten wir eher einen leichten abwärtstrend, es gibt viele den Goldpreis fördernde Krisen, aber es droht gleichzeitig Gefahr von der Zinsfront.
    Wenn die Festgeldzinsen weiter steigen, dürfte der Goldpreis weiter darunter leiden, da dann umgeschichtet wird. Das gilt auch, wenn sich die weltpolitische Lage entspannen sollte.
  • Wer jetzt in Gold anlegen möchte, beachte diesen Ratgeber.

1 Monat in Euro je Feinunze
Goldkurs in Euro EUR, 1 Monat

5. November 2022, Peter Bödeker, Dipl. Volkswirt

Beitrag: Alles Wissenswerte zum Anlegen in Gold

gold thema 250

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Punkt 4

4. Leserumfrage zur Geldanlage in schwierigen Zeiten

Geldanlage in schwierigen Zeiten: worauf setzen Sie?

Welche Möglichkeit der Geldanlage nutzen Sie zur Zeit. Vielen Dank für Ihre Antwort!

 

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Punkt 5

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

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