Rendite Formel

Rendite verständlich erläutert – Definition, Renditerechner, Formel und Beispiele

Was bedeutet Rendite? Unter dem Begriff Rendite versteht man den jährlichen Ertrag einer Geldanlage in Bezug auf das eingesetzte Kapitel.

So wird die Rendite berechnet ► Definition Rendite ► Renditerechner ► Formel Rendite berechnen ► Rendite von Immobilien ► ... von Aktien und Fonds ► Renditedreieck (mit Risiko und Verfügbarkeit) ► Beispielrechnungen

Renditerechner

Rendite zu gegebenem Ertrag berechnen
Dieser Rechner berechnet aus dem bekannten Ertrag einer bekannten Anlagesumme die Rendite in Prozent.
Die angelegte bzw. aufgewendete Geldsumme:
Anlagebetrag*
Bitte geben Sie hier den Betrag in € an, den Sie als Ertrag innerhalb eines Jahres für die Investition des Anlagebetrages erhalten haben.
Ertrag innerhalb eines Jahres:*
 
* = notwendig zur Berechnung

Vom Ertrag zur Rendite

Der Ertrag einer Anlage entsteht zumeist aus laufenden Zinsen, durch Mieten oder Dividenden.

  • Zinsen erhält der Anleger, wenn er Anleihen erwirbt oder spart.
  • Mieten werden durch die Vermietung von Immobilien eingenommen.
  • Entscheidet sich der Anleger für den Erwerb von Aktien, so wird das eingesetzte Kapital durch Dividenden erhöht.

Kosten berücksichtigen

Die zusätzlichen Einnahmen, die durch Zinsen, Mieten oder Dividenden erzielt werden, sind zumeist mit Gebühren verbunden. So fallen beispielsweise bei der Verwaltung von Wertpapieren durch eine Bank Depotgebühren an. Auch die Vermietung von Immobilien bringt Gebühren mit sich, so muss der Vermieter beispielsweise die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten seiner vermieteten Immobilie, die nicht auf den Mieter zu übertragen sind, aus eigener Tasche begleichen.

Der Reinertrag

Werden die anfallenden Gebühren und Unkosten im Zusammenhang mit dem Ertrag von dem Ertrag (sprich die Zinsen, Mieten, oder Dividenden) abgezogen, ergibt sich der Reinertrag einer Geldanlage.

... ergibt sich die Rendite

Anhand des Reinertrages lässt sich die laufende Rendite bestimmen. Dazu muss der jährliche Reinertrag vorliegen. Der Reinertrag in Prozent des Kapitaleinsatzes angegeben, ergibt die laufende Rendite.

Rendite berechnen – Formel

Hieraus ergibt sich die grundlegende Formel für die Rendite einer Kapitalanlage:

Rendite = Gewinn x 100 / Kapital

Beispiel Renditeberechnung

Rendite einer ETF-Anlage
Kauf von ETF-Anteilen am 1. Januar in Jahr 1 10.000 €
Ausschüttung Dividende des ETF in der Mitte von Jahr 1 400 €
Verkauf der ETF-Anteile am 31. Dezember von Jahr 1 10.800 € 
Bruttogewinn in Jahr 1 1.200 €
(400 € Dividende + 800 € Kursgewinn)
Steuerzahlungen auf Kursgewinn und Dividende 300 €
Depotkosten in Jahr 1

50 €

Reingewinn 850 €
(1.200 € Bruttogewinn - 350 € Kosten/Steuern)
Rendite = 850 x 100 / 10.000 8,5 %
 Hinweis: Wir haben hier die Steuerzahlungen bei der Rendite berücksichtigt. Das bei allgemeinen Vergleichen nicht so gehandhabt, da die Steuerlast vom persönlichen Einkommenssteuersatz abhängt.

Weitere Formeln zur Berechnung der Rendite

Formel mit Ertrag und Aufwand

Wenn wir wie folgt definieren:

  • Ertrag: alles das, was wir am Ende einer Periode (zurück) erhalten
  • Aufwand: alles, was wir investieren

Dann kann man die Rendite einer Periode auch wie folgt definieren:

Rendite = (Ertrag – Aufwand) / Aufwand

und analog

Rendite = (Ertrag / Aufwand) – 1

Beispiel:

  • Aufwand an Kapital: 1.000 €
  • Zinsen/Miete/Gewinn in der Periode: 200 €
  • Ertrag am Ende der Periode: 1.200 € (wir erhalten am Ende das aufgewendete Kapital zurück)
  • Rendite der Periode: (1.200 – 1.000) / 1.000 = 0,2 = 20 Prozent

analog: (1.200 / 1.000) – 1 = 0,2 = 20 %

Die Rendite drückt damit den Gesamterfolg einer Kapitalanlage als tatsächliche Verzinsung des Kapitals aus.

Grundformel

Rendite = Gewinn / Kapitaleinsatz

Beispiel:

  • Gewinn = 300 €
  • Kapitaleinsatz: 1.000 €
  • Rendite = 0,3 oder 30 Prozent

Um gleich den Prozentwert zu berechnen, kommt es zur Formel am Anfag des Kapitels:

Rendite in % = (Gewinn x 100) / Kapitaleinsatz

Für unser Beispiel: (300 x 100) / 1.000 = 30.000 / 1.000 = 30 %

Abgrenzungen von Rendite

... zu Zinsen

Manche Anlagen wie z. B. Anlagen haben noch weitere Gewinnbestandteile als die Zinsen. So könnte die Anleihe Kursgewinne oder -Verluste haben, welche natürlich die Rendite beeinflussen.

... zum Gewinn

Die Rendite wird zum Vergleich verschiedener Geldanlagen herangezogen, der Gewinn ist dazu nur bedingt geeignet. Warum? Weil der Gewinn immer nur im Vergleich zum eingesetzten Kapital bewertet werden kann. 200 € Gewinn auf eine ETF-Anlage von 2.000 € eingesetztes Kapital sind mehr wert als 200 € Gewinn einer Festgeldanlage von 20.000 €.

Erst die Rendite (im Fall der ETF 10 Prozent, im Fall der Festgeldanlage 0,1 Prozent) verdeutlicht den Erfolg der jeweiligen Anlage.

Die Rendite einer Kapitalanlage erhöhen

Trotz gleichen Gewinns einer Kapitalanlage kann die Rendite bei einem Anleger höher ausfallen als bei einem anderen. Dies liegt nicht nur an persönlichen Steuersätzen, sondern auch am individuellen Anlageverhalten. Wie maximiere ich meine durchschnittliche Rendite?

Anlage in Kapitalanlagen mit hoher Rendite in einem klugen Anlagemix

Anlageexperten empfehlen stets, die Geldanlage zu streuen, um eine hohe Rendite zu erzielen. Risikoreichere Anlagen werden je nach persönlicher Risikoaffinität mit Geldanlagen geringen Risikos gemixt. Dies dient nicht nur der Risikominimierung, sondern erhöht in der Praxis in aller Regel auch die Rendite eines Anlagevermögens. Denn Renditeschwankungen werden durch den Anlagemix ebenfalls ausgeglichen. Mehr dazu hier:

Beitrag: Regel Nummer 2 – Geldanlage streuen

Regel Nummer 2: Die Geldanlage streuen

Mehrere Bausteine senken das Risiko und erhöhen den ErtragDie moderne Geldanlagetheorie geht davon aus, dass ein Großteil des Anlageerfolges von einer ausbalancierten Anlagedifferenzierung abhängt. Entsprechend sollten Sie Ihre Geldanlage über verschiedene Anlageklassen streuen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Anlageklassen voneinander unabhängig sind. Wenn Sie also schon in einer eigenen Immobilie leben oder eine vermietete Wohnung besitzen, müssen Sie nicht mehr in Immobilienfonds investieren.

Beispiele für eine gute Streuung Ihrer Geldanlage sind zum Beispiel:

Beitrag: Streuung mit ETF

Anlagestrategie Geldanlage in ETF bzw. Indexfonds

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Ein ETF bzw. börsennotierter Indexfonds will in seiner Zusammensetzung die Wertentwicklung eines Börsenindexes nachbilden. Die Managementleistung der Fondsmanager ist damit in der Regel nicht sonderlich aufwendig, was sich in günstigeren Konditionen widerspiegelt. Die jährlichen Gebühren liegen zwischen 0,2 und 0,5 % der Anlagesumme, meist wird kein Ausgabeaufschlag erhoben.

Ein kleiner Nachteil von Indexfonds liegt darin, dass keine Wertsteigerung wie bei manchen (wenigen) Einzelwerten potentiell möglich wäre. Es gibt die Fondsart seit dem Jahr 2000.

In diesem Artikel finden Sie Indexfonds grundsätzlich erläutert, sicherheitsrelevante Auswahlkriterien, Aufteilungsstrategien, Fondsempfehlungen und kostengünstige Anlagemöglichkeiten.

Kosten der Geldanlage minimieren

Es ist einleuchtend: Wer weniger Gebühren für das Depot und beim Kauf oder Verkauf einer Geldanlage bezahlt, kann am Ende mehr von deren Gewinn behalten. Darum sollte man beispielsweise ETF bei Depotanbietern kaufen und einlagern, die möglichst keine Gebühren auf die Sparrate nehmen und auch bei den Verwahrungsgebühren zurückhaltend sind.

Cost-Average-Effekt nutzen

Warum raten Anlageexperten stets zur regelmäßigen Ansparung im Rahmen eines Sparplanes, statt je nach Lage des Marktes größere, vorher angesparte Beträge anzulegen? Weil die Praxis zeigt, dass ein Sparplan langfristig die höheren Renditen erwirtschaftet. Denn in Zeiten niedriger Kurse kaufen wir bei gleicher Sparrate mehr Anteile von einer Kapitalanlage, in Zeiten höherer Kurse entsprechend weniger. Am Ende haben wir dann in aller Regel mehr Anteile dieser Kapitalanlage in unserem Depot als bei erwähnter Anlage von Einzelbeträgen. Die theoretische Begründung hierfür liefert der Cost-Average-Effekt:

Der Cost-Avarage-Effekt

Der Cost-Average-Effekt bedeute: Wenn Sie jeden Monat einen festen Betrag in eine Geldanlage (ETF, Gold ...) investieren, kaufen Sie bei niedrigen Kursen viele Anteile (bzw. bei niedrigen Goldkursen viele Unzen), bei hohen Kursständen nur wenige. Das kann sich positiv auf ihren durchschnittlich bezahlten Preis (Fondskurs, Goldpreis) auswirken, wie folgendes Beispiel anhand des Kaufes von Goldunzen zeigt:

 Monat Goldkurs je Unze  monatlich 2 Anteile kaufen monatlich 100 Euro investieren
1 500 1000 2 Anteile
2 1000 2000 1 Anteil
Gesamtinvestition   3000 2000
Bestand Goldunzen   4 3
Durchschnittspreis pro Unze   750 666,67

Fazit: Bei regelmäßiger Monatsanlage hätte der Käufer also deutlich weniger pro Unze Gold bezahlt. Dieses Beispiel gilt analog für Fonds, Aktien usw.
Aber: Auf lange Sicht wird sich dieser Vorteil aber wieder egalisieren.

Beitrag: Welcher Sparplan ist der beste?

Welcher Sparplan ist der beste?

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Sparplan-Vergleich: Welcher Sparplan ist der Beste? Von ETF, Banksparplan, Riester & Gold

Immer mehr Verbraucher denken in der heutigen Zeit wieder daran sich Rücklagen zu schaffen und zu sparen. Dabei gibt es in Form von Fonds, Tagesgeld und Festgeld viele Wege, um Geld anzusparen. Auch der eher altmodische, aber bewährte, Sparstrumpf feiert heutzutage aufgrund der Niedrigzinsen sein Comeback.

Die Zahl der Sparer in Deutschland ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. So gibt es seitens Banken, Versicherungen und Investment-Unternehmen ein immer größeres Portfolio, innerhalb dessen Auswahl es gelingt, an einer soliden Rücklage zu arbeiten.

Ein Sparplan sorgt für Kontinuität

Dabei ist wohl die effektivste Form, um sich langfristig viel Geld anzusparen, der sogenannte Sparplan. Oftmals handelt es sich bei diesen Spareinlagen um sehr überschaubare Summen, die allerdings langfristig gesehen ein kleines Vermögen aufbauen können. So entscheiden sich die meisten Sparer hierzulande, eine monatliche Summe von 100 bis 300 Euro zur Seite zu legen. Aber auch schon ab 50 Euro im Monat ist es möglich, einen Sparplan abzuschließen.

Mit oder ohne staatliche Förderung

In Deutschland gibt es zwei verschiedene Varianten für Sparverträge. So gibt es Sparpläne zu einem mit einer staatlichen Förderung und zum anderen ohne staatlichen Zuschuss. Bei den staatlich geförderten Sparplänen handelt es sich um Riester-Sparpläne.

Um sich einen Überblick von Möglichkeiten für Sparpläne zu verschaffen, haben wir Ihnen im Folgenden einen Ratgeber entworfen. So gelingt es, sich eine Übersicht über die verschiedenen Arten eines Sparplans zu machen.

Beitrag: Welcher Broker für ETF-Sparplan?

Welcher Broker für ETF-Sparplan?

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Welcher Broker eignet sich besonders für einen ETF-Sparplan?

Die Fondsart ETF ist in aller Munde. Von Finanztest bis Finanztipp empfehlen alle unisono die Geldanlage in die ungemanagten Indexfonds, die mit geringen Kosten punkten. Doch bei welchen Broker kaufe ich am besten ETF? Wer bietet mir welchen Sparplan? Wir beleuchten die aktuellen Angebote.

 Weitere Renditen-Rechner

Ertrag von vorgegebener Rendite berechnen

Ertrag von vorgegebener Rendite berechnen
Dieser Rechner berechnet aus einer bekannten Rendite (in %) und einer bekannten Anlagesumme den daraus resultierenden Ertrag.
Die angelegte bzw. aufgewendete Geldsumme
Anlagebetrag*
Rendite in % pro Jahr* %
 
* = notwendig zur Berechnung

Anlagebetrag aus Rendite und Ertrag ermitteln

Anlagebetrag aus Rendite und Ertrag ermitteln
Dieser Rechner berechnet aus einer bekannten Jahresrendite (in %) und einem bekannten Jahresertrag den ursprünglich dafür aufgewendeten Anlagebetrag.
Ertrag innerhalb eines Jahres*
Rendite in % pro Jahr* %
 
* = notwendig zur Berechnung

Ansparrechner

Ansparrechner
Sie können wahlweise eine Einmalanlage und / oder eine monatliche Sparrate angeben.
Einmalanlage am Anfang*
Monatlicher Sparbetrag
Angenommene Verzinsung pro Jahr* %
Laufzeit in Jahren* Jahre
 
* = notwendig zur Berechnung

Hintergrundwissen und weitere Rendite-Definitionen

Grundlegende Definition der Rendite

Der Begriff Rendite stammt aus dem italienischen „rendita“, was „Einnahmen“ bedeutet. Nein, diesmal stammt das Wort nicht aus dem lateinischen, da heißt die Rendite „cede“.

Letztendlich geht es darum, einen alles berücksichtigenden Wert für den Erfolg einer Kapitalanlage zu erhalten, den ich mit anderen Anlagen vergleichen kann. Für einen Investor zählt nur, über welchen Betrag er am Ende einer Periode wirklich verfügt. Und dazu müssen Steuern, Kosten, Gebühren usw. vom Rohertrag einer Kapitalanlage abgezogen werden. 

Für die Vergleichbarkeit mit anderen Geldanlagen muss zudem auch die Anlageperiode aller verglichenen Kapitalanlagen gleich lang sein. Durch eine Ausdehnung der Periode können erhebliche Renditeunterschiede entstehen. So fallen beispielsweise bei einigen Kapitalanlagen nach einer gewissen Haltezeit keine Steuern mehr auf den Veräußerungsgewinn an. Dadurch verändert sich die Rendite teilweise erheblich, wenn wir längere Anlageperioden betrachten.

Die Rendite kann von unterschiedlichsten sogenannten „Renditeobjekten“ beziffert werden, z. b. erwähnte Kapital- und Finanzanlagen, aber auch Investitionen in Sachgüter, Unternehmen oder Immobilien. Darum kommen ganz unterschiedliche Erträge und Kostenarten bei der Renditerechnung zum Einsatz: Zinssatz, Nominal- und Effektivzins, Dividende, Gewinn, Steuern, Kaufpreis, Verkaufskurs, Investitionskosten, Bodenwert oder Ertragswert usw.

Bruttorendite

Hier wird der gesamte Rohertrag einer Kapitalanlage ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. Brutto. Also vor Steuern und ohne Kosten und Gebühren zu berücksichtigen.

Bruttorendite in Prozent = (Rohertrag x 100) / Kapitaleinsatz

Ausnahme Sparprodukte: Hier entspricht der Effektivzins der Bruttorendite, da Kontogebühren nicht mit in den Rohertrag eingeschlossen werden.

Nettorendite

Die Bruttorendite ist leichter zu ermitteln als die Nettorendite, dennoch ist letztere aussagekräftiger. Denn um unterschiedliche Kapitalanlagen mit unterschiedlichen Gebühren und Kostenstrukturen miteinander sinnvoll vergleichen zu können, brauchen wir die kostenbereinigte Rendite als Vergleichsmaßstab. Bei der Nettorendite werden als Kosten für Kauf und Verkauf einer Kapitalanlage, Verwahrungsgebühren etc. vom Rohertrag abgezogen und der daraus resultierende Nettoertrag mit anderen Kapitalanlagen im selben Zeitraum verglichen. Nettoertrag = Gewinn – Kosten.

Nettorendite in Prozent = (Nettoertrag x 100) / Kapitaleinsatz 

Sonderfall Steuern und Inflation: Genauso wie die Inflation werden die Steuern oftmals bei der Angabe der Nettorendite nicht berücksichtigt. Gründe dafür:

  • Der Abzug durch Steuern hängt vom persönlichen Einkommenssteuersatz ab und ist darum personenabhängig.
  • Die Inflation ist von der Währung abhängig, in der die Kapitalanlage getätigt wird. 

Rendite aus Wertpapieren (Aktien, Fonds)

Hier speist sich die Rendite oftmals zum größten Teil aus dem Kursgewinn. Hinzu kommen meist geringere Beträge aus Dividendenzahlungen. Die Nettorendite zieht vom Kursgewinn und den Dividenden noch die Kosten für Kauf und Verkauf sowie die Depotkosten ab.

Natürlich ist diese Rendite nur „real“, wenn das Wertpapier auch am Ende der Periode verkauft wurde. Von Kursgewinnen auf dem Papier hat sich noch niemand ein Haus kaufen können :-)

Rendite Immobilien: Mietrendite

Die Berechnung einer Mietrendite enthält viele Faktoren. Auf der Habenseite – dem Ertrag – müssen neben den Mieteinnahmen oftmals auch Steuerersparnisse und Wertzuwächse eingerechnet werden, um den Gesamtertrag einer Immobilie zu erhalten. 

Davon wiederum müssen alle Kosten des Mietobjektes abgezogen werden, welche nicht an die Mieter umgelegt werden können. Dazu gehören Verwaltungskosten, Instandhaltungskosten, Reparaturkosten etc. innerhalb der betrachteten Periode. Manchmal müssen diese Kosten auf mehrere Perioden (in der Regel Jahre) verteilt werden.

Wenn auch Wertzuwächse in die Renditeberechnung einbezogen werden, müssen auch die Kosten, die bei Kauf und Verkauf einer Immobilie (Makler, Notar, Steuern ...) anfallen, vom Ertrag abgezogen werden.

Besonderer Clou der Mietrendite: Mietobjekte werden meist zum Teil fremdfinanziert. Zwar müssen die Aufwendungen für den Kredit vom Ertrag abgezogen werden, in der Regel „hebelt“ dieser Fremdkapitalanteil aber die Rendite des eigenen Kapitaleinsatzes nach oben.

Beispiel:

  • Kaufpreis der Immobilie inklusive aller Nebenkosten: 1.000.000 €
  • Fremdkapitaleinsatz: 600.000 € zu 2 % Zins.
  • Daraus folgt die Höhe vom Eigenkapital: 400.000 €
  • Bruttoertrag = jährliche Mieteinnahmen nach Abzug aller Kosten bis auf die Zinsen für das Fremdkapital: 50.000 €

Dies entspricht einer Rendite auf den Gesamtkapitaleinsatz von 5 Prozent. 

  • Ziehen wir die Zinskosten des Fremdkapitals in Höhe von 12.000 € (entspricht 2 % von 600.000) ab, verbleiben als Nettoertrag: 38.000 €
  • Diese entsprechen den Gewinn unseres Eigenkapitals. Somit ergibt sich:

Rendite von unserem Eigenkapital = (38.000 € x 100) / 400.000 € = 9,5 Prozent

Man erkennt: Der Fremdkapitaleinsatz hat die Rendite unseres Eigenkapitals von 5 Prozent auf 9,5 Prozent „gehebelt“.

Diese Anhebung der Eigenkapitalrendite tritt immer dann ein, wenn der Fremdkapitalzins geringer ist als die Gesamtrendite des Mietobjektes.

Dividendenrendite

Die Gewinnausschüttung eines Unternehmens an deren Kapitalgeber bzw. Aktienbesitzer nennt sich Dividende. Entsprechend ergibt sich die folgende Formel für die Dividendenrendite:

Dividendenrendite in Prozent = (Dividende x 100) / Kapitaleinsatz

Es gibt da draußen Aktien mit regelmäßig hohen und stabilen Dividendenzahlungen. Diese werden auch Dividendenaristokraten genannt. Artikel.

Beitrag: Bekannte Dividendenaristokraten

Was sind Dividenden Aristokraten?

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Mit der Dividenden Aristokraten Liste den Kurs in Richtung Anlageerfolg setzen

Nach wie vor halten die Deutschen Ihr Geld zum großen Teil in niedrig bis gar nicht verzinsten Geldanlagen. Hauptsächlich ist dies einer risikoaversen Grundeinstellung gepaart mit anlagespezifischer Faulheit zu "verdanken". Dabei liegt die Lösung für ein Depot mit gesundem Risiko/Chancen-Verhältnis nur wenige Klicks in Form von ETF gepaart mit einer festverzinslichen Geldanlage nicht fern.

Wer darüber hinaus noch etwas mehr aus seiner Geldanlage herausholen möchte, sollte sich einmal das Prinzip der Dividenden Aristokraten anschauen. Wir beantworten die Frage "Was sind Dividenden Aristokraten?" und zeigen, wie man diese Liste für sein Depot findet.

Anleihenrendite

Anleihen sind Schuldscheine von Unternehmen oder staatlichen Organisationen (die sogenannten Emittenten der Anleihe), die (in der Regel) durch eine regelmäßige Zinszahlung und einen festen Rückkaufwert am Ende einer Periode gekennzeichnet sind. Unser grundlegender Beitrag dazu:

Beitrag: Wie Sie Anleihen kaufen

Anleihen kaufen

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Anleihen kaufen? Ganz einfach mit diesen drei Schritten

Alles Neue ist erst einmal schwierig. Der Markt für festverzinsliche Wertpapiere ist unübersichtlich. Banken nennen oft nur auf direkte Anfrage die Möglichkeit der Anlage in (ihnen wenig Provision bringende) Anleihen. Außerdem konkurrieren die Wertpapiere anderer Emittenten mit den Sparangeboten des eigenen Hauses.

Von daher sind Sie auf sich selbst angewiesen, im Anleihendickicht die Perlen zu entdecken.

Lesen Sie hier, wie einfach es ist, in 3 Schritten Anleihen zu kaufen - auch ohne ein Finanzprofi zu sein!

Je nach Risikoeinschätzung des Emittenten (von den Marktteilnehmern) fallen die Zinsen der Anleihe höher oder niedriger aus. Jedes Unternehmen strebt darum an, als möglichst solvent und zuverlässig zu erscheinen, um möglichst geringe Zinsen auf ihre Anleihenausgaben zahlen zu müssen.

Anleihen können in der Regel auch vor Ablauf des Auslauftermines (das Ende der Periode, beispielsweise 10 Jahre) an Börsen verkauft werden. Dadurch muss auch die Kursveränderung (Gewinn oder Verlust) neben den Zinszahlungen in die Anleihenrendite mit einbezogen werden.

Hinzu kommen Kursschwankungen bei Anleihen in anderen Währungen.

All diese Faktoren mach die Angabe einer Anleihenrendite für eine feste Periode schwierig, darum wird gerne eine Renditekurve für die Anleihe berechnet, anhand derer man die Rendite zu einem bestimmten Zeitpunkt ablesen kann. Prinzipiell gilt aber auch hie die Ertragsformel:

Anleiherendite = (Kursgewinn plus Zinsen x 100) / Kapitaleinsatz

Einfacher ist die Berechnung einer Anleihe, wenn diese von Anfang bis Ende gehalten wird, von der Zeichnung bis zur Rückzahlung. Diese Rendite nennt sich „Yield to maturity“.

Das Verhältnis von Rendite und Risiko

Prinzipiell sagt die Rendite einer Kapitalanlage noch nichts über dessen Risiko aus. Nur tendenziell kann man sagen:

Je höher die Rendite ausfällt, desto großer muss das Risiko der Kapitalanlage gewesen sein.

Allerdings hilft uns die Kenntnis von der Rendite einer Kapitalanlage dabei, unsere Auswahl aus Kapitalanlagen verschiedener Risikoklassen zu treffen. In der Wirtschaftstheorie heißt es, dass Anleger stets diese „risikoadjustierte“ oder „risikoangepasste“ Rendite als entscheidendes Anlagekriterium zu Rate ziehen. Siehe dazu:

Beitrag: Verhältnis von Risiko und Rendite bei einer Geldanlage

Für Geldanlagen gilt: Mehr Ertrag – mehr Risiko

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Jede Anlageform trägt ein Risiko in sich. Doch das ganze Leben ist nicht ohne Risiko, also sollte uns das Risiko nicht abschrecken, unser Geld in andere Hände zu geben. Ein höherer Ertrag geht fast immer mit einem höheren Risiko der Anlageform einher.

Die Sicherheit sollte bei der langfristigen Geldanlageform an erster Stelle stehen. Es gibt aber durchaus Anlageformen mit unwesentlich höherem Risiko bei deutlich besserer Rendite.

Beitrag: Welcher Anlegertyp bin ich?

Test Anlegertyp / Risikotyp

Mithilfe dieses Downloads können Sie ermitteln, welcher Anlegertyp (Risikotyp) Sie sind. Das Testergebnis ist mit Vorsicht zu interpretieren und sollte nicht als Aufforderung zu riskanter Geldanlage missverstanden werden. Es geht lediglich darum zu erkennen, bei welchem Risiko einer Geldanlage Sie sich wohl fühlen.

Renditedreieck

Das magische Dreieck der Geldanlage

Leider gibt es da draußen in aller Regel nicht die eierlegende Wollmilchsau – eine Geldanlage mit hoher Rendite, keinem Risiko und täglicher Verfügbarkeit. Und, zweites leider, sind einige Bewertungen einer Geldanlage subjektiv. Unsere Einschätzung sieht wie folgt aus:

  Rendite Risiko Verfügbarkeit Unsere Meinung
Bargeld Null Inflation maximal

gering

Sparbuch gering gering** gut nein
Tagesgeld gering gering** sehr gut gering
Festgeld + gering** mittelfristig ja
Anleihen + (-*) je nach Emittent langfristig ja***
Zertifikate ++ (--*) je nach Emittent langfristig ja***
Fonds +++ (---*) hoch langfristig ja****
Aktien ++++ (----*) sehr hoch k.A. nein
Geschlossene Fonds hohes Potential hoch sehr langfristig nein
Edelmetalle, Rohstoffe hohes Potential hoch k.A. gering
Ein Plus steht für Renditechance, ein Minuszeichen für Verlustmöglichkeit
* Bei vorzeitigem, ungünstigem Verkauf
** bei deutscher Einlagensicherung
*** bei sicheren Emittenten
**** vornehmlich als Indexfonds auf den MSCI bzw. Renten-Indexfonds auf europäische Staatsanleihen (Erläuterungen dazu)

Weitere Grundlagenartikel zur Geldanlage

Für Geldanlagen gilt: Mehr Ertrag – mehr Risiko

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Jede Anlageform trägt ein Risiko in sich. Doch das ganze Leben ist nicht ohne Risiko, also sollte uns das Risiko nicht abschrecken, unser Geld in andere Hände zu geben. Ein höherer Ertrag geht fast immer mit einem höheren Risiko der Anlageform einher.

Die Sicherheit sollte bei der langfristigen Geldanlageform an erster Stelle stehen. Es gibt aber durchaus Anlageformen mit unwesentlich höherem Risiko bei deutlich besserer Rendite.

Regel Nummer 3: Verfügbarkeit berücksichtigen

Je verfügbarer desto kleinere ZinsenJe längerfristiger Sie Ihr Geld anlegen, umso mehr binden Sie Ihr Geld. Es ist dann bis zum Ende der Laufzeit nicht verfügbar oder nur unter Verlusten zu veräußern. Darum sollten Sie die Verfügbarkeit der Geldanlage bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen.

Auch für die Verfügbarkeit gilt: Je schneller Sie wieder über Ihr Geld verfügen können, umso geringer fällt in aller Regel die Rendite aus. Doch nicht immer trifft dies zu. So haben Tagesgeldkonten meist höhere Verzinsungen als Sparbücher, beinhalten aber keine Kündigungsfristen.

Regel Nummer 2: Die Geldanlage streuen

Mehrere Bausteine senken das Risiko und erhöhen den ErtragDie moderne Geldanlagetheorie geht davon aus, dass ein Großteil des Anlageerfolges von einer ausbalancierten Anlagedifferenzierung abhängt. Entsprechend sollten Sie Ihre Geldanlage über verschiedene Anlageklassen streuen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Anlageklassen voneinander unabhängig sind. Wenn Sie also schon in einer eigenen Immobilie leben oder eine vermietete Wohnung besitzen, müssen Sie nicht mehr in Immobilienfonds investieren.

Beispiele für eine gute Streuung Ihrer Geldanlage sind zum Beispiel:

Regel Nummer 1: Vermeiden Sie Verluste

Sicher anlegen, entspannter lebenGanz wichtig bei der Geldanlage: Versuchen Sie Verluste zu vermeiden. Insbesondere der Geheimtipp an der Börse steht an oberster Stelle bei der raschen Versenkung hart ersparten Geldes. (Das Geld ist natürlich nicht weg, es hat nur ein anderer ;-( . Aber auch jede andere Anlageform kann Ihnen Verluste einbringen.

Unsere Empfehlungen zur Anlagestrategie für Privatanwender

... als beste Kombination aus Renditechance und Risikominimierung

Anlagestrategie Geldanlage in ETF bzw. Indexfonds

muenzstapel uhr 564

Ein ETF bzw. börsennotierter Indexfonds will in seiner Zusammensetzung die Wertentwicklung eines Börsenindexes nachbilden. Die Managementleistung der Fondsmanager ist damit in der Regel nicht sonderlich aufwendig, was sich in günstigeren Konditionen widerspiegelt. Die jährlichen Gebühren liegen zwischen 0,2 und 0,5 % der Anlagesumme, meist wird kein Ausgabeaufschlag erhoben.

Ein kleiner Nachteil von Indexfonds liegt darin, dass keine Wertsteigerung wie bei manchen (wenigen) Einzelwerten potentiell möglich wäre. Es gibt die Fondsart seit dem Jahr 2000.

In diesem Artikel finden Sie Indexfonds grundsätzlich erläutert, sicherheitsrelevante Auswahlkriterien, Aufteilungsstrategien, Fondsempfehlungen und kostengünstige Anlagemöglichkeiten.

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